Neuigkeiten

Grundstein für Neubau für zwei Kliniken der Inneren Medizin gelegt

24.09.2020

Zwickau, 24. September 2020. Am heutigen Tag wurde feierlich der Grundstein für das Haus 1 gelegt. Es wird ab 2023 das neue Domizil der Kliniken für Innere Medizin/Geriatrie sowie Innere Medizin V (Pneumologie, pneumologische Onkologie, Beatmungs- und Schlafmedizin). Rund 36 Millionen Euro Eigenmittel investiert das HBK in das Bauvorhaben.

Bereits seit einigen Monaten tut sich was am Baufeld Haus 1. Nach umfangreichen Erdarbeiten, Medienverlegungen und dem Bau eines Trafohauses laufen derzeit die ersten  Rohbauarbeiten. Der Neubau wird zukünftig die Nummer 1 tragen und Domizil für die Klinik für Innere Medizin/Geriatrie sowie Klinik für Innere Medizin V (Pneumologie, pneumologische Onkologie, Beatmungs- und Schlafmedizin). Die beiden Chefärzte, Dr. med. Karin Richter (Geriatrie) und Dr. med. Reinhold Müller (Lungenheilkunde) legten gemeinsam mit der Zwickauer Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß, HBK-Aufsichtsratsvorsitzendem Lutz Feustel, HBK-Geschäftsführer Rüdiger Glaß sowie dem Architekten Dipl.-Ing. Heinz Mornhinweg den Grundstein für ihre spätere Wirkungsstätte. Der Tradition entsprechend wurde eine Zeitkapsel im Grundstein versenkt. Sie enthält die Einladung zur Grundsteinlegung sowie Bauurkunde, ein Präsentationsblatt zum Neubau, einen Euro-Kursmünzensatz sowie eine aktuelle Tageszeitung. Zudem weisen die ersten Bronchoskopieergebnisse von 2014 sowie ein Schnabelbecher und ein Stempel auf die zukünftige Nutzung durch die Kliniken hin. Der Grundstein wird später im Eingangsbereich der Geriatrischen Tagesklinik zu sehen sein.

Mit der Inbetriebnahme des Neubaus sind die Zeiten der langen Wege und Interimslösungen für die beiden Kliniken vorbei. Sind die Fachbereiche der Geriatrie bisher auf drei Standorte (Haus 9, 7, historisches Haus 1) und der Lungenheilkunde auf zwei Standorte (Haus 17, historisches Haus 1) verteilt, wird zukünftig alles unter einem Dach gebündelt. Im Untergeschoss findet neben Umkleiden, Dienst- und Technikräumen das Geriatrische Therapiezentrum seinen Platz. Das Erdgeschoss wartet mit Funktionsdiagnostik, Schlaflabor und einer Intermediate Care Einheit auf. Im 1. OG schließt sich die Pflegestation der Inneren Medizin V an. Das 2. und 3. OG ist mit Pflegestationen und Therapieräumen der Inneren Medizin/Geriatrie vorbehalten.

Ein Teil des historischen Laubengangs aus den Zeiten Heinrich Brauns bleibt am Neubau erhalten. Einmal mehr verbinden sich damit auf dem Klinikgelände Tradition und Moderne: denkmalgeschützte Bausubstanz und zeitgemäße Neubauten ergeben so ein schlüssiges Gesamtbild. Nach aktuellem Planungsstand investiert das HBK rund 36 Millionen Euro in den Neubau und rechnet mit einer Fertigstellung in 2023. Der Freistaat Sachsen unterstützt das Vorhaben mit knapp einer Million Euro Fördermitteln, die in die technische Ausstattung des Gebäudes fließen. „Es wird für das HBK zunehmend schwieriger, Eigenmittel in dieser Höhe für Bauvorhaben zur Verfügung zu stellen. Trotzdem ist es an dieser Stelle richtig und notwendig, um sowohl für Mitarbeiter als auch Patienten die Rahmenbedingungen merklich zu verbessern. Denn bereits seit geraumer Zeit ist uns bewusst, dass beide Kliniken inzwischen einen deutlich größeren Raumbedarf vorweisen, als wir in den bisherigen Räumen bedienen können“, begründet HBK-Geschäftsführer Rüdiger Glaß die Investition.

Haus 1 reiht sich in die Zielplanung ein
Mit dem Neubau Haus 1 wird die langfristige Zielplanung für den Standort Zwickau konsequent umgesetzt. Mit Inbetriebnahme sind dann nahezu alle medizinischen Fachbereiche in einer Achse entlang des Zentralverbinders angeordnet. Zur besseren Orientierung erfolgt eine teilweise Neuordnung der Hausnummerierung – analog wie man es von Straßenzügen kennt, mit einer Seite gerader und einer Seite ungerader Hausnummern. Nach der Fertigstellung des Neubaus und der damit einhergehenden Baufreiheit erfolgt in einem zweiten Bauabschnitt die Verlängerung und Anbindung an den Zentralverbinder. Damit werden perspektivisch sowohl ober- als auch unterirdisch die Häuser 1 und 2 an die logistischen Personal- und Materialströme angeschlossen und der Transportverkehr auf dem Gelände deutlich reduziert.

Was passiert mit den freigezogenen Räumlichkeiten?
Mit dem Umzug der Klinik für Innere Medizin V entfällt der Nutzungszweck für das Haus 17 und der temporär errichtete Modulbau kann planmäßig rückgebaut werden. Für das aktuell durch die Geriatrie belegte historische Haus 9 gibt es derzeit keine finale Planung zur zukünftigen Nutzung. Das historische Haus 1 bleibt bestehen und wird verschiedentlich genutzt als klinischer Bereich (Augenheilkunde), Bildungscampus (zusätzliche Räumlichkeiten für die Medizinische Berufsfachschule sowie das Bildungszentrum), sportlich durch das Betriebliche Gesundheitsmanagement und als Büroflächen u. a. für die Abteilung Hygiene sowie die Verwaltung der HBK-Poliklinik gemeinnützige GmbH.


Ansprechpartner

Unternehmenskommunikation, Telefon: 0375 51-2470