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Neuigkeiten

Staffelstabübergabe in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

01.07.2026

Nach elf Jahren an der Spitze der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie übergibt Chefarzt Dr. med. Dr. rer. nat. Horst J. Koch den Staffelstab an Alexandra Lammer.

Vier Personen stehen unter einem Holzbogen vor einem Klinikgebäude. Eine davon hält einen Blumenstrauß.
Alexandra Lammer wird zum Dienstantritt von der Krankenhausleitung mit einem Strauß Blumen begrüßt. v.l.n.r.: Prof. Dr. med. Andreas Reske (Ärztlicher Direktor), Rüdiger Glaß (Geschäftsführer), Alexandra Lammer (Chefärztin Erwachsenenpsychiatrie), Bianca Steiner (Geschäftsführerin)
Alexandra Lammer steht seit 1. Juli 2026 an der Spitze der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie.
Alexandra Lammer steht seit 1. Juli 2026 an der Spitze der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie.

Alexandra Lammer hat zum 1. Juli 2026 die Leitung der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Heinrich-Braun-Klinikum übernommen. Die gebürtige Plauenerin bringt langjährige Erfahrung in der psychiatrischen Versorgung sowie umfassende Führungskompetenz mit. Nach ihrem Abitur absolvierte sie zunächst eine Ausbildung zur examinierten Krankenschwester am Klinikum Nürnberg. Anschließend studierte sie Humanmedizin an der Universität Leipzig. Ihre ärztliche Laufbahn begann sie 2009 am Helios Vogtland-Klinikum Plauen. Dort schloss sie ihre Facharztausbildung für Psychiatrie und Psychotherapie erfolgreich ab und übernahm in den folgenden Jahren verschiedene Führungsaufgaben. Seit 2023 leitete sie als Chefärztin die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik.
 
Neben ihrer klinischen Tätigkeit engagiert sich die 46-Jährige seit vielen Jahren in der Aus- und Weiterbildung medizinischen Fachpersonals. Sie verfügt über die volle Weiterbildungsermächtigung im Fachgebiet Psychiatrie und Psychotherapie und setzt sich gezielt für die Förderung des ärztlichen Nachwuchses ein. Darüber hinaus ist sie seit 2020 als Lehrbeauftragte an der Dualen Hochschule Sachsen in Plauen tätig und begleitet dort die Ausbildung angehender Physician Assistants. Die Vermittlung fachlicher Kompetenz, praktischer Fertigkeiten und interprofessioneller Zusammenarbeit gehört für sie zu den zentralen Bausteinen einer zukunftsfähigen Gesundheitsversorgung.
 
Bereits 2019 wurde die Vogtländerin in die sächsische Besuchskommission für psychiatrische Einrichtungen berufen. Dieses ehrenamtlich tätige Gremium besucht und berät psychiatrische Versorgungseinrichtungen im Freistaat Sachsen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Wahrung der Rechte psychisch kranker Menschen. Als ausgebildete Ethikberaterin engagiert sich Alexandra Lammer zudem in der Beratung von Fachkräften, Patienten sowie Angehörigen bei ethischen Fragestellungen im Zusammenhang mit medizinischen Behandlungen. Diese Expertise möchte sie künftig auch im klinischen Ethikkommittee des HBK einbringen.
 
Mit dem Wechsel an das Heinrich-Braun-Klinikum übernimmt Lammer die medizinische und strategische Verantwortung für eine Klinik mit vier Stationen, mehr als 70 Behandlungsplätzen, 21 tagesklinischen Plätzen sowie einem multiprofessionellen Team von mehr als 100 Mitarbeitenden. „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und darauf, gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die psychiatrische, psychotherapeutische und psychosomatische Versorgung der Menschen in der Region weiterzuentwickeln. Mein Ziel ist es, die Behandlungsangebote der Klinik weiter auszubauen und mich in der Region intensiv mit den Institutionen, Initiativen und Akteuren rund um die Erwachsenenpsychiatrie zu vernetzen“, sagt Alexandra Lammer. Auch mit der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters (KIPS) des HBK soll eine enge Abstimmung erfolgen – darauf haben sich KIPS-Chefarzt Dr. med. Andreas Richterich und Chefärztin Alexandra Lammer bereits verständigt: „An der Schnittstelle zwischen Kinder- und Jugendpsychiatrie und Erwachsenenpsychiatrie gibt es zwei wichtige Themen: die Transition, also den Übergang von der einen zur anderen Klinik beim Erwachsenenwerden, sowie die Zusammenarbeit bei Kindern psychisch kranker Eltern.“
 
Auch der Ärztliche Direktor zeigt sich erfreut über die Neubesetzung: „Mit Frau Lammer konnten wir eine ausgewiesene Expertin für Psychiatrie und Psychotherapie gewinnen. Sie verfügt über langjährige klinische und Führungserfahrung, ist in der Region hervorragend vernetzt und vielfältig engagiert. Wir sind überzeugt, dass sie wichtige Impulse für die Weiterentwicklung unserer Erwachsenenpsychiatrie setzen wird“, erklärt Prof. Dr. med. habil. Andreas W. Reske.
 
Mit dem Wechsel an der Klinikspitze verabschiedet sich zugleich Dr. med. Dr. rer. nat. Horst J. Koch MFPM DCPSA MHBA nach elf Jahren als Chefarzt in den Ruhestand. In dieser Zeit hat er die Klinik fachlich geprägt, wichtige Entwicklungen angestoßen, die psychiatrische Versorgung in der Region maßgeblich mitgestaltet und sich bei zahlreichen Patientenveranstaltungen engagiert. Dem HBK und den Patienten der Region bleibt er jedoch weiterhin verbunden: Künftig wird er die Sprechstunden in der Institutsambulanz übernehmen und seine langjährige Erfahrung weiterhin in die Versorgung der Patientinnen und Patienten einbringen.
 
„Wir danken Dr. Koch für sein außergewöhnliches Engagement und seine Verdienste um unsere Klinik. Über mehr als ein Jahrzehnt hat er die psychiatrische Versorgung mit großer Fachkompetenz, Weitsicht und menschlicher Zuwendung geprägt. Umso mehr freuen wir uns, dass er uns auch künftig mit seiner Expertise zur Seite stehen wird. Gleichzeitig wünschen wir ihm für seinen neuen Lebensabschnitt alles Gute und freuen uns, mit Alexandra Lammer eine ebenso engagierte und hochqualifizierte Nachfolgerin gewonnen zu haben“, sagt HBK-Geschäftsführer Rüdiger Glaß.
 
Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Heinrich-Braun-Klinikum behandelt Patientinnen und Patienten mit einem breiten Spektrum psychischer und psychosomatischer Erkrankungen. Dazu zählen unter anderem Depressionen, Angst- und Zwangserkrankungen, Psychosen, Suchterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen sowie psychosomatische Beschwerdebilder. Jährlich werden rund 1.100 voll- und teilstationäre sowie etwa 2.700 ambulante erwachsene Patientinnen und Patienten versorgt.
Unterhalb der Volljährigkeit erfolgt die Behandlung in der eigenständigen, dem Kinderzentrum zugehörigen, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters.
 


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