Blog des Heinrich-Braun-Klinikums
Referenzbesuch im HBK – Einblick in moderne Arzneimittelversorgung
27.04.2026Am 16. April 2026 durften wir Kollegen aus Nürnberg, Leipzig und Karlsruhe sowie der EKK Plus als Einkaufsverbund bei uns am Standort Zwickau | Karl-Keil-Straße im APEK-Versorgungszentrum begrüßen.
Im Mittelpunkt des Besuchs stand der fachliche Austausch rund um die Besichtigung des Swisslog PillPickers, einem Ringverblisterungssystems.
Wir sind stolz, die erste Klinik in Deutschland mit dieser Technologie zu sein.
Doch was steckt eigentlich hinter dieser Technologie?
Im Rahmen der sogenannten Unit-Dose-Versorgung erhält jeder Patient Medikamente, einzeln verpackt, exakt dosiert und für den jeweiligen Einnahmezeitpunkt vorbereitet. Jede dieser einzelnen Medikamentenportionen („Unit Dose“) ist eindeutig beschriftet – mit Medikamentennamen, Dosierung und Zeitpunkt der Einnahme. Ergänzt wird dies durch ein patientenbezogenes Etikett, das zusätzliche Sicherheit schafft. Jeder Klinikbereich wird außerdem durch Stationsteams aus Apotheker, pharmazeutisch-technischer Assistenz (PTA) und Pflegeassistenz (PAS) pharmazeutisch betreut. Vor der Bereitstellung werden alle Verordnungen durch Apotheker sorgfältig geprüft, um Wechselwirkungen, Überdosierungen oder Doppelverordnungen frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Unser Unit-Dose-Automat verpackt jedes Medikament einzeln in eine Tüte. Diese Tüten werden auf einen Ring aufgefädelt.
Warum ist das wichtig?
Die Technologie verbindet Automatisierung und digitale Dokumentation und bringt spürbare Vorteile für unsere Patienten sowie für unser Team:
- Mehr Patientensicherheit durch Umsetzung des Closed Loop Medication Managements (CLMM) und somit standardisierte, fehlerreduzierte Medikamentenbereitstellung
- Bessere Nachverfolgbarkeit dank lückenloser Dokumentation
- Zeitersparnis für Pflege- und Apothekenpersonal durch automatisierte Prozesse
- Reduzierung von Medikationsfehlern durch klare Kennzeichnung und kontrollierte Abgabe
- Effizientere Bestandsführung und geringere Lagerverluste