Blog des Heinrich-Braun-Klinikums
Reha kennt keine Grenzen: Fachlicher Austausch mit unserer ukrainischen Partnerstadt Wolodymyr
24.09.2026Die Städtepartnerschaft zwischen Zwickau und Wolodymyr besteht seit 2014. Sie lebt vom persönlichen Kontakt und vom Austausch – auch im medizinischen Bereich.
Gestern durfte das Rehazentrum Zwickau am HBK eine kleine Delegation aus dem ukrainischen Rehazentrum der Zwickauer Partnerstadt Wolodymyr begrüßen. Die Rehaleiterin Anna Nesteriak, mehrere Therapeuten und ein Dolmetscher nutzten den Besuch für einen Rundgang durch das im Frühjahr neu in Betrieb genommene Gebäude und einen intensiven fachlichen Austausch.
Neben Fragen zu Organisation und Administration konnten die Gäste verschiedene Therapieangebote selbst kennenlernen und ausprobieren. Im Mittelpunkt stand dabei auch die Zusammenarbeit von Krankenhaus und Rehabilitation.
Am HBK und dem Rehazentrum Zwickau am HBK zeigt sich diese Verzahnung beispielsweise in einer gemeinsamen Fallbesprechung mit dem leitenden HBK-Reha-Arzt Prof. Dr. med. Bernhard Karich. Während hier insbesondere die Rehabilitation nach Arbeits- und Wegeunfällen (sog. BG-Fälle) im Fokus stehen, berichteten die ukrainischen Kollegen von der Herausforderung, Militärversehrte zu rehabilitieren.
Auch beim Thema Digitalisierung war der Blick über die Grenzen spannend: In der Ukraine gibt es bereits eine umfassende digitale Patientenakte, auf die auch Rehapartner zugreifen und Informationen beitragen können. Eine solche sektorenübergreifende Lösung ist in Deutschland bislang noch nicht in dieser Form umgesetzt.
Ein Austausch, von dem beide Seiten profitieren: durch neue Einblicke, offene Gespräche und die Möglichkeit, voneinander zu lernen.
Herzlichen Dank an unsere Gäste aus Wolodymyr für das Interesse und den anregenden fachlichen Austausch und an die Stadt Zwickau für die Organisation des Treffens!