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Zentrum für Gynäkologische Tumore – Krankheitsbilder

Gebärmutterhalskrebs

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Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) ist weltweit die vierthäufigste Krebserkrankung der Frau. Hauptursache sind sexuell übertragene Infektionen mit dem Humanen Papilloma Virus (HPV). Die Infektion verläuft meist harmlos, kann aber auch zu Zellveränderungen ohne Einwachsen in die Umgebung (Krebsvorstufen) oder mit Einbruch in die Umgebung (Karzinom) führen. In Deutschland ist Häufigkeit des Gebärmutterhalskrebses seit den frühen 70er Jahren rückläufig. Verantwortlich für den Rückgang sind regelmäßige gynäkologische Untersuchungen (Screening). Auch die zusätzlich im frühen Jugendalter angebotene Impfung gegen die wichtigsten HPV-Typen trägt insbesondere bei jüngeren Frauen zur Senkung der Häufigkeit dieser Krebsart und deren Vorstufen bei. Risikofaktoren für die Entstehung sind ein geschwächtes Immunsystem, Rauchen und andere Infektionen. 

Bei auffälligen Befunden am Muttermund (Zervix) erfolgt in der Spezialsprechstunde (Dysplasie-Sprechstunde) eine gezielte Untersuchung per Mikroskop (Kolposkopie) und die gezielte Entnahme von Gewebeproben. Hochgradige Veränderungen werden meist per Konisation behandelt. Die Therapie des Gebärmutterhalskrebses umfasst Operationen, Bestrahlung, Chemotherapie und zielgerichtete oder Immuntherapien. In Abhängigkeit von Größe und Ausbreitung des Karzinoms sind Therapiekombinationen oder nur Operationen möglich. In speziellen Fällen besteht auch die Möglichkeit späterer Schwangerschaften trotz operativer Entfernung des Gebärmutterhalses.

Weitere Informationen können Sie dem Patientenleitfaden entnehmen.
Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung. 

Gebärmutterkörperkrebs

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Gebärmutterkörperkrebs (Endometriumkarzinom) ist die fünfthäufigste Krebserkrankung bei Frauen und die häufigste bösartige Erkrankung der weiblichen Geschlechtsorgane. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 67 Jahren. Ursachen liegen in langährigem oder zu hohem Östrogeneinfluss (z. B. frühe erste Regel und späte Wechseljahre, Übergewicht, unbalancierte Hormoneinnahme nach den Wechseljahren). Genetische Faktoren können das Erkrankungsrisiko erhöhen. Die Diagnose erfolgt meist in einem frühen Stadium, daher ist die Prognose vergleichbar gut. Das häufigste Anzeichen sind vaginale Blutungen nach den Wechseljahren. 

Durch die Entstehung des Karzinoms in den Zellen der Gebärmutterschleimhaut ist die Ausschabung die häufigste und erfolgreichste Methode zur Feststellung der Erkrankung. Bildgebende Verfahren ergänzen die Diagnostik.  Die wichtigste Therapie ist die Operation mit Entfernung von Gebärmutter und Eierstöcken, ggf. auch der lokalen Lymphknoten. Je nach Art, Ausbreitung und den tumorbiologischen Eigenschaften des Karzinoms kann eine Bestrahlung, Chemotherapie, Immuntherapie oder Hormontherapie individuell festgelegt werden.

Weitere Informationen können Sie dem Patientenleitfaden entnehmen.
Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung. 

Krebs von Eierstock, Eileiter und Bauchfell

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Eierstockkrebs, Eileiter- oder Bauchfellkrebs werden oft unter dem Begriff Eierstockskrebs zusammengefasst.  Die Erkrankung umfasst etwa ein Drittel aller bösartigen Neubildungen der weiblichen Geschlechtsorgane. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 68 Jahren. Aufgrund mangelnder Frühsymptome wird die Erkrankung meist erst im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Ein erfolgreiches Screening zur Früherkennung existiert bislang nicht.  Risikofaktoren sind Alter, Übergewicht, hormonelle Einflüsse, Endometriose, andere Tumorerkrankungen und familiäre Vorbelastung.

Die Diagnose erfolgt meist über bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder Computertomografie sowie gezielte Laboranalysen. Therapieoptionen werden für jede Patientin einzeln geprüft und bestehen aus der Kombination von Operation und Chemotherapie sowie zielgerichteten und Immuntherapien unter Berücksichtigung individueller Faktoren wie Genetik oder Lebenssituation.

Weitere Informationen können Sie dem Patientenleitfaden entnehmen.
Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung. 

Vulvakrebs

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Das Vulvakarzinom ist eine Erkrankung der großen und kleinen Schamlippen sowie deren unmittelbarer Umgebung. Das mittlere Erkrankungsrisiko liegt bei 73 Jahren. Man unterscheidet zwei Hauptarten des Vulvakarzinoms. Die häufigere Art entsteht bei älteren Frauen auf Grundlage von langfristigen Hautveränderungen wie dem Lichen sclerosus. Bei den selteneren und bei jüngeren Frauen auftretende Erkrankungen liegt die Ursache in einer chronischen Infektion mit dem Humanen Papilloma Virus (HPV). Frühstadien verursachen oft keine Beschwerden. Chronischer Juckreiz, Schmerzen, Blutungen oder Fremdkörpergefühl können Anzeichen dieser Krebserkrankung sein. Die Diagnose wird im Rahmen der gynäkologischen Vorstellung durch Tastuntersuchung, Gewebeentnahme und Ultraschall gestellt. Weitere bildgebende Verfahren wie CT oder MRT können zusätzlich notwendig sein.

Die Therapie des Vulvakarzinoms und seiner Vorstufen kann medikamentös, per Laser, Operation oder Bestrahlung erfolgen. Operative Verfahren haben das Ziel, neben der lokalen Tumorkontrolle auch Funktionalität und Kosmetik zu erhalten. Die Entfernung der Leistenlymphknoten kann notwendig sein und erfolgt meistens durch Entnahme des Wächterlymphknotens (Sentinel).

Weitere Informationen können Sie dem Patientenleitfaden entnehmen.
Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung. 

Gebärmutter-Sarkome

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Uterine Sarkome sind seltene Krebserkrankungen der Gebärmutter, die sich aus der Gebärmuttermuskulatur, dem Bindegewebe oder gemischt mit der Gebärmutterschleimhaut entwickeln können. Die Erkrankung kann in jedem Alter, häufiger aber nach den Wechseljahren auftreten. Wachstumsgeschwindigkeit, Metastasierungsneigung und Therapieempfindlichkeit variieren und müssen individuell überprüft werden. Die Symptome sind meist unspezifisch, daher werden Sarkome der Gebärmutter oft erst spät diagnostiziert. Zyklusunabhängige vaginale Blutungen, Blutungen nach den Wechseljahren und ein schnelle Größenzunahme der Gebärmutter sind Hinweise, die genauer überprüft werden sollten. Aufgrund des seltenen Auftretens, der unspezifischen Symptome und dem unterschiedlichen Ansprechen auf die Therapie werden Sarkome in spezialisierten Zentren behandelt.

Weitere Informationen können Sie dem Patientenleitfaden entnehmen.
Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.