Blog des Heinrich-Braun-Klinikums

Informationsveranstaltungen des Lungenzentrums zu COPD und Lungenkrebs

07.10.2019

Das Zwickauer Lungenzentrum, welches zur Klinik für Innere Medizin V (Pneumologie, pneumologische Onkologie, Beatmungs- und Schlafmedizin) zugehörig ist, richtete im September zwei Informationsveranstaltungen für die Öffentlichkeit aus. Am Mittwoch, dem 25. September 2019, lud das Zentrum zur Veranstaltung „Aktion Rückenwind – Hilfe bei Lungenkrebs“ in den Bürgersaal des Zwickauer Rathauses ein. Bereits zwei Wochen zuvor wurde hier der dritte Patiententag-COPD ausgerichtet.

„Lungenerkrankungen sind heutzutage leider keine Seltenheit. Sei es in Form von Lungenkrebs oder der COPD (chronic obstructive pulmonary disease), welche eine der großen Volkskrankheiten mit zunehmender Erkrankungshäufigkeit ist“, hält Dr. med. Reinhold Müller, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin V und Leiter des Lungenzentrums, fest. „Um umfänglich auf die Krankheitsbilder aufmerksam zu machen, haben wir diesen Monat zwei spezielle Informationsveranstaltungen für die Öffentlichkeit ausgerichtet. Wie auch bei vergangenen Veranstaltungen dieser Art erhielten wir großen Zuspruch und positive Resonanz, was uns sehr erfreute“, resümiert der Chefarzt.

„Aktion Rückenwind – Hilfe bei Lungenkrebs“ im Detail
In Form einer Podiumsdiskussion stellte Chefarzt Dr. med. Müller in wechselnden Expertenrunden das Krankheitsbild von Patienten mit Lungenkrebs am Abend des 25. September 2019 vor. Anschaulich wurden Risikofaktoren und Therapieformen des Bronchialkarzinoms erörtert. Auch Diagnosemöglichkeiten wurden vorgestellt, dabei wurde speziell auf die Vorteile der Positronen-Emissions-Tomografie (PET-CT)  – eine spezielle Form der Computertomografie, die durch bestimmte Zuckeranlagerungen detailliert Tumorherde im Körper anzeigt –  eingegangen, die derzeit in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Jena geboten wird. In den folgenden Gesprächsrunden klärten die Experten über die Voraussetzungen und den Ablauf der verschiedenen Therapieformen wie Chemo-, Strahlen- und Immuntherapie sowie Operation auf. Auch Reha-Maßnahmen sowie die Hilfsangebote durch Palliativmedizin und Psychoonkologie wurden genauestens betrachtet, wie die Ernährungsberatung und Raucher-Entwöhnung. Ebenfalls kam die Zwickauer Selbsthilfegruppe Lungenkrebs zu Wort, stellte ihr Angebot vor und gab Tipps für Betroffene sowie Angehörige.

Zum Abschluss der Podiumsdiskussion wurde es nochmals sportlich. Unter Begleitung einer Physiotherapeutin mit Spezialisierung auf Patienten mit Atemwegserkrankungen wurden zwei kurze Übungseinheiten durchgeführt, damit die Besucher richtig durchatmen konnten. Danach fanden sich die Besucher und Referenten in sogenannten Gesprächsinseln zusammen. Hier konnten in kleinen Gruppen oder Vier-Augen-Gesprächen offene Fragen geklärt werden. Auch der Austausch unter den Patienten sowie Angehörigen wurde mit diesem speziellen Angebot gefördert. Der Abend klang in lockerer Atmosphäre bei kleinen Snacks und intensiven Gesprächen aus.

Rückblick zum dritten Patiententag-COPD
Am 11. September 2019 hatte das Lungenzentrum zum Patiententag eingeladen. Bevor die einzelnen Fachvorträge begannen, konnten sich die über 60 Besucher an zahlreichen Informationsständen über Neuerungen und den richtigen Umgang mit Devices zur inhalativen Therapie, Hilfen für den Alltag mit COPD und Selbsthilfegruppen informieren. Zudem bot sich die Möglichkeit mit anderen Besuchern oder Betroffenen und deren Angehörigen ins Gespräch zu kommen. Chefarzt Dr. med. Müller eröffnete pünktlich um 14.00 Uhr die Veranstaltung und gab einen kurzen Überblick zum bevorstehenden Programm und stellte das Lungenzentrum am Heinrich-Braun-Klinikum, Standort Zwickau, vor. Im Anschluss wurde durch Oberärztin Dr. med. Jutta Busley die Themen Sauerstofflangzeittherapie, High – Flow Therapie sowie nicht-invasive Beatmung, das heißt die Beatmung ohne das Einführen von einem Intubationsschlauch in die Luftröhre, aufgegriffen. Anschließend hieß es „Lungensport“, hier konnten die Besucher anhand einiger Atem- und Dehnungsübungen neue Kräfte aktiveren.

Vor der Pause klärte Chefarzt Dr. med. Reinhold Müller über das Lungenemphysem auf und die Pneumologin Ina Schindler stellte die Rehabilitation bei COPD vor. In der Pause bot sich den Besuchern erneut die Möglichkeit den Kontakt zu den Ausstellern zu suchen, auch die Referenten standen für Fragen zur Verfügung. Im zweiten Vortragsteil referierte Dr. med. Kai-Uwe Walther, Pneumologe aus Auerbach, über die Impfprophylaxen, die Gefährdung durch Pneumokokken und den Grippeschutz. Gesundheitsberaterin des HBK, Evelin Müller, stellte die richtige Auswahl an Applikatoren zur inhalativen Therapie (Device-Auswahl) in der COPD Therapie vor. Auch eine weitere Einheit Lungensport durfte nicht fehlen. Oberärztin Dr. med. Ulrike Seifert eröffnete nach ihrem Vortrag zur akuten Verschlechterung der COPD die Fragerunde, bei der sich die Besucher persönlich mit den einzelnen Referenten austauschen konnten.


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