Blog des Heinrich-Braun-Klinikums

Platz für Wünsche

11.09.2019

Kleine und große Wünsche, wer hat die nicht? Sie in Worte zu fassen ist oftmals einfacher als die Umsetzung. Einen Anstoß Wünsche nicht nur als Gedankenspiel vorzuhalten, gibt eine Gruppe von Patienten der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie mit dem Projekt „Wunschbäume“.

Fünf unterschiedlich große Bäume zieren den ‚kleinen Kunstgarten‘ hinter Haus 2 am Zwickauer Heinrich-Braun-Klinikum. Diese projektgruppen-übergreifende Installation wurde in den letzten Wochen von den Patienten der Sationen 02-4A und 02-4B unter Begleitung der Therapeutinnen Anett Mertn und Lajana Bartsch erstellt. „Es sollte etwas Neues erschaffen werden – etwas was Fragen aufwirft, die Neugier aller weckt und auffallend ist. Da leider unsere ‚Nana‘, welche zuvor die Blicke auf sich zog, aufgrund großer Witterungsschäden ihren Platz räumen musste“, hält Kunsttherpeutin Lajana Bartsch fest.

Der Grundgedanke der Installation war es aus Resten, die weggeworfen werden etwas Neues zu schaffen. Angefangen von den Säulen der Wunschbäume, die aus alten Teppichrollen sind, über die Äste, die abgebrochen umherliegend aus dem Wald gesammelt wurden, bis hin zu den Baumscheiben, die aus alten Dekorelikten der Ergotherapie ausgesägt wurden. In mehreren Stunden entstand dieses fantasieanregende Projekt mit viel Werkeln, Ideenreichtum, technischen Lösungen und jeder Menge Engagement der Patienten. Am Ende hat sich jeder der zehn Beiteiligten intensiv eingebacht und das Projekt zu seinem eigenen gemacht. Dabei wurden die eigenen Fähigkeiten aktiviert, das Selbstbewusstsein gesteigert und auch das Gemeinschaftsgefühl gestärkt.

Seit Fertigstellung ziehen die schwarz-weißen Wunschbäume die Blicke von Patienten, Besuchern und Mitarbeitern auf sich. Durch den kontrastreichen Stamm, werden die vergoldeten Äste hervorgehoben. Hier hängen an kleinen Holzscheiben, die Wünsche der Patienten und es finden sich rote Herzchen daran, die symbolisch für einen eigenen Wunsch des Betrachters stehen. „Jeder ist eingeladen an den Wunschbäumen zu verweilen und eigene Wünsche anzubringen“, bekundet Anett Mertn. Hierzu ergänzt die Musiktherapeutin: „Da die Wunschbäume auf großes Interesse gestoßen sind, wird demnächst ein Pendant dazu entstehen – also hoffen wir, dass die Betrachter neugierig bleiben!“


Ansprechpartner

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