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Blog des Heinrich-Braun-Klinikums

Weltkrebstag – Onkologisches Zentrum Zwickau

02.02.2024

Am 4. Februar findet zum 24. Mal der Weltkrebstag statt. Rund 500.000 Menschen erhalten jährlich in Deutschland die Diagnose Krebs – Tendenz steigend.

Über 4 Mio. Menschen leben mit der Krankheit. Krebs kann jeden treffen. Dabei treten fast alle Krebsarten bei älteren Menschen deutlich häufiger auf als bei Jüngeren. Das Gute: Heutzutage können mehr als 50 % aller erwachsenen Krebspatienten sowie 4 von 5 Kinder geheilt werden und das mit meist gut etablierten und schonenden Behandlungsmethoden.

Umso wichtiger ist es, einen kompetenten Ansprechpartner zu haben, wenn es um die Krebsdiagnose und -behandlung geht. Am Heinrich-Braun-Klinikum werden bereits zahlreiche Krebsarten wie z. B. Lungen-, Darm-, Brust-, Haut-, Prostatakrebs und vieles mehr behandelt. Neu ist seit vergangenem Jahr das Onkologische Zentrum Zwickau (OZZ), welches ein organisatorischer Verbund aller an der Diagnostik, Therapie und Nachsorge von onkologischen Erkrankungen beteiligten Fachbereiche am HBK darstellt.

Ganzheitliche Krebstherapie aus einer Hand
Unser Anspruch ist es, unseren Patienten eine ganzheitliche Krebstherapie anzubieten, um das für sie bestmögliche Therapieergebnis zu erzielen. Dabei ist es von großem Vorteil, dass alle relevanten Fachbereiche am Standort Karl-Keil-Straße vorgehalten werden. Dazu gehören u. a. Radiologie, Laboratoriumsdiagnostik, Pathologie, Endoskopie- und Bronchoskopieabteilung zur Unterstützung bei der Diagnosestellung.

In Abhängigkeit von Krebsart und Therapieplan erfolgt die stationäre Behandlung im jeweiligen Fachbereich, wie z. B. Urologie, Frauenheilkunde, den chirurgischen Kliniken oder den Kliniken für Innere Medizin. Im Rahmen der Therapie können sowohl Bestrahlung als auch Chemotherapie stationär und ambulant am Standort durchgeführt werden. Welche Therapien für den einzelnen Patienten geeignet sind, dazu tauschen sich unsere Mediziner der unterschiedlichen Fachdisziplinen in wöchentlichen, interdisziplinären Konferenzen – den sogenannten Tumorboards – aus. In der Konferenz entsteht so für jeden Patienten ein individueller Behandlungsplan. Neben der ärztlichen Versorgung werden den Patienten während des gesamten Klinikaufenthaltes auch eine Reihe an unterstützenden Maßnahmen angeboten. So können beispielsweise zur Bewältigung der Krebsdiagnose Gespräche mit unseren Psychoonkologen, der Krankenhausseelsorge oder Selbsthilfegruppen vermittelt werden. Zur Linderung von Beschwerden können Onkologische Fachpflege, Physiotherapie und Schmerztherapie hinzugezogen werden. Um eine gute Überleitung für die Zeit nach dem Krankenhausaufenthalt zu ermöglichen, steht der Sozialdienst zur Verfügung und unterstützt bei der Beantragung und Vermittlung von Rehabilitations- und Pflegemaßnahmen, Hilfsmittelversorgung oder bei Bedarf eine palliativmedizinische Betreuung.

Ein großes Netzwerk an Kooperationspartnern
Neben unseren eigenen erfahrenen Spezialisten sind wir mit verschiedenen Kooperationspartnern in der Region vernetzt, denn die Behandlung einer Krebserkrankung ist häufig langwierig und erfolgt in weiten Teilen außerhalb des Klinikums im ambulanten Versorgungsumfeld. Deshalb pflegen wir engen Kontakt mit niedergelassenen Arztpraxen, Selbsthilfegruppen, Heilmittelversorgern und vielen weiteren Partnern. In Kooperationsverträgen sind Art und Umfang der Zusammenarbeit schriftlich fixiert. Wir sind stetig dabei, dieses Netzwerk zu erweitern, denn nur gemeinsam können wir den Betroffenen eine optimale Betreuung bei der Krebsbehandlung ermöglichen.
 
Aufbau des Onkologischen Zentrums Zwickau
Das Onkologische Zentrum Zwickau (OZZ) ist ein organisatorischer Verbund aller an der Diagnostik, Therapie und Nachsorge von onkologischen Erkrankungen beteiligten Fachbereichen am Heinrich-Braun-Klinikum. Unter dem Dach des OZZ werden verschiedene Tumorerkrankungen behandelt. Die Behandlungspartner sind dafür jeweils in einzelnen Organkrebszentren organisiert.

Zertifizierung des OZZ angestrebt
Das HBK strebt für das Onkologische Zentrum Zwickau eine Zertifizierung durch OnkoZert an. OnkoZert ist ein unabhängiges Institut für Qualitätssicherung und Datenmanagement in der Medizin und zertifiziert im Auftrag der Deutschen Krebsgesellschaft seit über

10 Jahren onkologische Versorgungseinrichtungen nach einem einheitlichen Anforderungskatalog gemäß den fachlichen Anforderungen für die Organkrebszentren. Zu den Anforderungen gehören beispielsweise Mindestfallzahlen, Ergebnisqualität, technische Ausstattung, nachgewiesene fachliche Kompetenz bei den Klinikmitarbeitenden und das Vorhandensein eines Netzwerkes mit Kooperationspartnern. Um das Zertifikat zu erhalten, müssen die definierten Qualitätskriterien seitens der Zentren erfüllt werden. Dies wird anhand strukturierter Erhebungsbögen nachgewiesen und bei Rundgängen vor Ort – sogenannten Audits – überprüft. Das Darmkrebszentrum am HBK ist bereits seit 2010 zertifiziert und stellt sich alle drei Jahre einer Rezertifizierung. Im Herbst 2023 wurden das Hautkrebszentrum, das Kopf-Hals-Tumor-Zentrum sowie das Zentrum für Hämatologische Neoplasien von den unabhängigen OnkoZert-Experten erstmals auditiert. Wir sind optimistisch, im Laufe des 1. Halbjahres 2024 die Erstzertifikate ausgehändigt zu bekommen. Für die nächsten Jahre streben wir die Erstzertifizierung für weitere Organkrebszentren an.
 


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