Ob Autounfall am Kreuz Chemnitz, Skiunfall in Oberwiesenthal oder Zugunfall in Bad Lausick – Schwerstverletzte können Dank der DRF-Luftrettung innerhalb kurzer Zeit zur bestmöglichen Versorgung an das Überregionale Traumazentrum am Standort Zwickau des Heinrich-Braun-Klinikums übergeben werden.

Hand in Hand-Versorgung von Schwerverletzten -
im TraumaNetzwerk Westsachsen
 

Das von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) initiierte Projekt TraumaNetzwerk DGU dient der Optimierung der Prozess- und Strukturqualität bei der Versorgung von Schwerverletzten durch eine zertifizierte Vernetzung geprüfter Krankenhäuser einer Region.
Zum TraumaNetzwerk Westsachsen gehören 29 lokale, regionale und überregionale Traumazentren, die neben fachlichen Kompetenzen über spezielle personelle, strukturelle und apparative Ressourcen verfügen (z.B. Hubschrauberlandeplatz, Schockraum, Blutbank). So ist eine flächendeckende Versorgung von schwerverletzten Unfallopfern innerhalb von 30 Minuten in einem für sein Verletzungsmuster geeigneten Traumazentrum im Raum Westsachsen gewährleistet.

Innerhalb eines solchen Traumanetzwerkes ist von jedem eingebundenen Krankenhaus bekannt, über welches medizinische Know-how und welche technischen Einrichtungen es verfügt. Im Notfall kann dadurch schneller entschieden werden, wohin der Verletzte gebracht werden soll. Das erspart den Rettungskräften unnötige Rückfragen, dem Verletzten unnötige Transporte und sichert die bestmögliche Versorgung.
Zertifikat 2015
Der Standort Zwickau des Heinrich-Braun-Klinikums stellte sich erstmals 2009 dem Zertifizierungsverfahren und erreichte unmittelbar die Stufe als regionales Traumazentrum. Im August 2015 wurde dem Klinikum am Standort Zwickau die höchste Versorgungsstufe als überregionales Traumazentrum bescheinigt. Damit erfüllt der Standort alle Anforderungen der DGU und ist verpflichtet, rund um die Uhr zwei mehrfach Schwerverletzte, egal mit welchem Verletzungsmuster, aufzunehmen. Die Versorgung der Patienten findet nach einheitlichen Richtlinen, dem sogenannten "Weißbuch Polytrauma" der DGU, statt.
Durch eine flächendeckende telemedizinische Kommunikation zwischen den Traumazentren ist eine schnelle Übermittlung von Bilddaten und anderen Informationen möglich.
 
Nur durch eine enge Zusammenarbeit der Netzwerkpartner kann eine optimale Behandlung des Patienten gewährleistet werden.
Sie verfolgen damit ein gemeinsames Ziel: Für die Heilung oder für das Überleben darf es keine Rolle spielen, wann und wo ein Mensch verunglückt.

Jahresbericht gibt Aufschluss über Versorgungsqualität von Schwerverletzten

Die Jahresberichte des TraumaRegister DGU® enthalten jeweils alle im Kalenderjahr verunfallten und dokumentierten Schwerverletzten. Die klinikspezifische Analyse belegt dem Heinrich-Braun-Klinikum eine sehr gute Versorgung der Schwerverletzten.
Die vollständigen Jahresberichte 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016 sowie 2017 stellen wir Ihnen gern zum Nachlesen zur Verfügung.

Ansprechpartner am Heinrich-Braun-Klinikum Standort Zwickau:

Dr. med. Bernhard Karich

Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie

Sekretariat: Kerstin Bauer
Telefon: 0375 51-4744
Telefax: 0375 51-1527
E-Mail: unfc@hbk-zwickau.de