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Blog des Heinrich-Braun-Klinikums

100 Jahre – 100 Gesichter | Die ärztliche Leiterin der Palliativstation

11.06.2021

„Unheilbar krank und nicht mehr viel Zeit – das trifft für unsere Patienten der Palliativstation und des Brückenteams zu“, weiß Dipl.-Med. Monika Salzbrenner, Leitende Oberärztin der Palliativmedizin am Zwickauer HBK.

Wir hören Worte wie „Endstation“ oder „Sterbestation“ doch das sind wir nicht! In der Palliativmedizin werden unheilbar Kranke in ihrer letzten Lebenszeit behandelt, denn sie sind eben nicht „austherapiert“, sondern wir können etwas für sie tun. Dafür steht der Begriff Pallium lateinisch für Mantel, der als Sinnbild für Geborgenheit in unserem Bereich steht. Menschen in dieser schweren Situation erfahren bei uns eine umfassende medizinische Betreuung mit dem Ziel von Linderung und Beistand. Unsere Patienten werden umsorgt und sollen sich aufgehoben fühlen.
Wir stehen als Team unseren Patienten und deren Angehörigen seit 2011 auf unserer Palliativstation zur Seite. Unsere Station bietet 10 Einzelzimmer und eine Übernachtungsmöglichkeit für Angehörige. Die äußeren Bedingungen sind wunderbar, aber diese sind nicht alles. Bedeutender ist unser Team aus Schwestern, Physiotherapeuten, Psychologen, Ergotherapeuten, ehrenamtlich Tätigen und Ärzten. Wir tun alles, um das Befinden zu bessern, Schmerzen zu lindern, den Weg nach Hause zu bahnen und auch im letzten Lebensabschnitt ein gutes Leben zu gestalten. Ein gutes Leben am Lebensende meint keine Kreuzfahrt, sondern zu Hause sein, kaum Schmerzen zu haben, nicht Erbrechen zu müssen, Luftnot gelindert zu bekommen und manches mehr. Zum guten Leben gehört auch ein gutes Sterben.
Neben unserer Station begleiten wir mit unserem Brückenteam ambulant Schwerstkranke, mit dem Ziel, dass sie bis zum letzten Atemzug zu Hause bleiben können. Ein starker Wunsch, der oft nicht leicht realisierbar ist. Wir unterstützen neben dem Patienten die Angehörigen und Pflegenden. Dafür bieten wir eine 24-Stunden-Rufbereitschaft. Allein die Tatsache, in der Not bei einem professionellen Team anrufen zu können und dort Rat und Hilfe zu bekommen, lässt Angehörige oft über sich selbst hinauswachsen.
Wenn Menschen sich in dieser schwierigen Lebenssituation von uns gut gestützt fühlen, dann haben wir unseren Auftrag richtig verstanden.
 
Diesen Artikel widme ich Lothar, er wäre so gern bei seinen Pferden gewesen.


Ansprechpartner

Unternehmenskommunikation: 0375 51-2470