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Blog des Heinrich-Braun-Klinikums

100 Jahre – 100 Gesichter | Historie der Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters

04.06.2021

„Die Kinder- und Jugendpsychiatrie ist ein Fachgebiet mit Tradition am HBK, das sich über die Jahrzehnte zu einem modernen Behandlungszentrum für Familien etabliert hat“, weiß Dipl.-Med. Cornelia Stefan, Chefärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters am Zwickauer HBK, den Bereich seit vielen Jahren begleitet.

Etabliert wurde das Fachgebiet Kinder- und Jugendneuropsychiatrie in den 1950er Jahren am Standort Schlobigplatz – einer Außenstelle des damaligen Heinrich-Braun-Krankenhauses Zwickau – als kleine Abteilung der Klinik für Neurologie und Psychiatrie mit 16 Betten. Damals wurden neben neurologisch kranken Kindern mit Epilepsie, hirnorganischen Psychosyndromen auch Kinder und Jugendliche mit geistigen Behinderungen zur Behandlung aber auch zur Betreuung aus sozialer Indikation aufgenommen. Verhaltensgestörte Kinder und Jugendliche bekamen vorwiegend hochdosiert Neuroleptika (damals meist Haloperidol) mit dem Ziel, diese ruhig zu stellen, da es damals noch keine moderneren Behandlungsansätze gab. Bei solchen Entscheidungen spielten Kinder- und Familienrechte eine eher untergeordnete Rolle – was zum Glück nicht so bleiben sollte!
 
Ende 1993 zog die Klinik für Neurologie und Psychiatrie im Zuge der Zentralisierung in einen Neubau des Mutterhauses in Marienthal. Die Abteilung mit nunmehr 16 Betten und 4 tagesklinischen Plätzen fand ihr neues zu Hause in der 4. Etage des Hauses 2. Das Fachgebiet war inzwischen in Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie umbenannt worden mit entsprechend verlagertem Fokus auf die Psychotherapie emotional sowie verhaltensgestörter Kinder und auf eine Behandlung mittels anerkannter Therapieverfahren, wie Verhaltenstherapie oder systemische Therapie. Zugleich gewann die Einbeziehung der Familien eine viel größere Gewichtung.
 
Im Jahr 2000 wurde durch die Auftrennung der Klinik für Neurologie und Psychiatrie in zwei eigenständige Kliniken die Abteilung in die Kinderklinik überführt und der Grundstein für das heutige Kinderzentrum gelegt. Im selben Zeitraum konnten die Schnittstellen im Bereich Psychosomatik ausgebaut werden. Durch steigende Nachfragen und Patientenzahlen zog der Bereich im Jahr 2007 in das Haus 11. Mit dem Umzug wurde einer Bettenerweiterung auf 24 (heute 26) vollstationäre und 15 (heute 18) tagesstationäre Behandlungsplätze durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt zugestimmt und die Psychiatrische Institutsambulanz wurde ins Leben rufen. Zum 01.01.2011 gründete sich nach Antrag an die Krankenhausleitung aus dem Bereich eine eigenständige Klinik unter dem Dach des Kinderzentrums.
 
Inzwischen hatten sich die Mitarbeiter weiter qualifiziert und dem Antrag auf Eröffnung einer Familientagesklinik wurde erfreulicherweise zugestimmt. Mit den erworbenen Ausbildungen mehrerer Mitarbeiter in der Multifamilientherapie halten wir inzwischen als einzige Klinik in den neuen Bundesländern eine spezialisierte Gruppentherapie für Kinder psychisch kranker Eltern mit Einbindung der gesamten Familie unter dem Namen KIDSTIME® vor.
 
Der letzte Höhepunkt war im Sommer 2020 der Umzug in unser neues Domizil im Haus 8, wo alle Fachbereiche des Kinderzentrums zusammen vereint wurden. Hier arbeiten heute rund 60 Mitarbeiter– in den Anfangsjahren waren es nur knapp 20 – aus den unterschiedlichsten Professionen Hand in Hand zusammen, um für das Wohl unserer Patienten sowie deren Angehörigen Sorge zu tragen.
 


Ansprechpartner

Unternehmenskommunikation: 0375 51-2470