Bandscheibenbehandlung mit DiscoGel®

Die neueste Entwicklung auf diesem Gebiet stellt die intradiskale Mikrotherapie mit DiscoGel® dar. Bei dieser von französischen Forschern entwickelten Methode wird ein mit Kontrastmittel markiertes Alkoholgel über eine dünne Kanüle unter CT-Kontrolle direkt in die Bandscheibe injiziert. Das Präparat führt zu einer signifikanten Volumenreduktion des Bandscheibenvorfalles. Eine erste Entlastung der komprimierten Spinalnerven setzt innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen ein. Der Eingriff erfolgt in örtlicher Betäubung ohne Schmerzen. Die Erfolgsquoten sind mit Rückbildung der Symptome bis zur Beschwerdefreiheit in 80 bis 90% der Fälle sehr gut.


Coiling

Eine Coil (Ablösbare Spirale) ist eine Platinspule, die üblicherweise zum Verschluss von Aneyrysmen verwendet wird. Dabei werden weiche, gestreckte haarfeine Platinspiralen mit einem Mikrokatheter endovaskulär bis zum Aneurysma vorgebracht und im Aneurysmainneren platziert, wo sie wieder ihre Spiralform annehmen und Knäuel bilden. Das Verfahren wird auch Coiling oder Endovaskuläre Aneurysma-Okklusion genannt.
 

Kyphoplastie

Die Kyphoplastie ist ein minimalinvasives Verfahren zur Behandlung von Wirbelbrüchen. Über kleine Kanülen mit einem Durchmesser von ca. 4 mm werden zwei Ballons in den gebrochenen Wirbel eingeführt. Durch Auffüllen der Ballons mit einem Kontrastmittel wird der zusammengebrochene Wirbel aufgerichtet. Anschließend wird diese Aufrichtung fixiert, indem in die entstandene Höhle ein Knochenzement eingespritzt wird, der innerhalb weniger Minuten aushärtet und damit den gebrochenen Wirbel stabilisiert
 

Laser

Durch die thermische Energie des Lasers zumindest ein Teil des stenosierenden Materials verdampft wird. Das dennoch verbleibende Material muss in der Regel durch eine anschließende Ballondilatation komprimiert werden. Technisch wird bei der Laser-Angioplastie wie bei der Ballondilatation vorgegangen.

 

RFA

Die Hochfrequenzablation (syn.: Radiofrequenzablation, RFA) ist eine medizinische Methode zur lokalen Zerstörung von Gewebe. Bei der Hochfrequenzablation wird ein Applikator in das Gewebe eingebracht und hier eine Thermonekrose (Hitzezerstörung) durch die Wärmeentwicklung des Hochfrequenzstroms erzeugt. In der Behandlung von Tumoren in der Leber, Lunge, Niere und Knochen wird die Hochfrequenzablation zunehmend als Alternative zur Leberteilentfernung verwendet. Vorteil der Hochfrequenzablationsmethode  ist der minimalinvasive Zugangsweg und die Schonung des umgebenden gesunden Gewebes.
 

Rotionsthrombektomie

Bei längerstreckigen Gefäßverschlüssen, insbesondere aber bei akuten oder subakuten embolischen Verschlüssen bringt die Anwendung des Rotablationskatheters Vorteile gegenüber der Ballondilatation oder der lokalen Lysetherapie (Auflösen des Verschlusses durch ein Medikament was über den Katheter direkt an den Verschluss gespritzt wird).. Das Gerät kombiniert eine Zerkleinerung des Verschlussmaterials mit dem Absaugen der Partikel und kann somit effektiv eine periphere Embolisation (Verschluss kleinerer Gefäße durch abgelöstes Material) verhindern.
 

Stent

Ein Stent (deutsch Gefäßstütze) ist ein medizinisches Implantat, das in Hohlorgane eingebracht wird, um sie offen zu halten. Es handelt sich meist um ein kleines Gittergerüst in Röhrenforn aus Metall oder Kunstfasern.Verwendung finden Stents zum einen in Adern nach deren Aufdehnung (PTA) einen erneuten Verschluss zu verhindern.
 

TACE

Die Transarterielle Chemoembolisation (TACE) ist ein minimal-invasives radiologisch- interventionelles Verfahren zur Behandlung von Patienten mit einem primären Krebs oder Metastasen der Leber, die primär nicht für eine Lebertransplantation oder Operation geeignet sind. Der Zugang mit einem Katheter erfolgt über die Leiste. Anschließend wird die Leberschlagader mit einem Katheter sondiert und der Tumor verödet.
Zum Einsatz kommt ein Gemisch aus Partikeln, die den Blutstrom im Tumor reduzieren, in Verbindung mit einem Chemotherapeutikum.
 

Uterusmyomembolisation

Die Uterusmyomembolisation ist ein Therapieverfahren zur Behandlung gutartiger Gebärmuttertumore (Myome). Dabei  wird in der Gebärmutter eine gewollte Verstopfung der Gebärmutterarterien ausgelöst und damit die Blutzufuhr zum bzw. zu den Myomen unterbrochen. Dazu werden bei der UME sandkorngroße (zwischen 500-900 Mikrometer groß) Gelatine- oder Kunststoffpartikel über einen Katheter durch Arterien in der Leiste in die jeweiligen Gebärmutterarterien eingeleitet. Die Verringerung oder Unterbrechung der Blutzufuhr führt dazu, dass alle im Uterus befindlichen Myome während dieses Eingriffes gleichzeitig behandelt werden können und innerhalb einiger Monate schrumpfen.