Wundmanagement

In Deutschland werden jährlich ca. 3,5 Millionen Menschen wegen chronischer Wunden behandelt.
Die Behandlung von chronischen und schwierigen Wunden ist zeitaufwändig und kostspielig und fordert großes interdisziplinäres Wissen.
Am Heinrich-Braun-Klinikum besteht seit 2006 eine Projektgruppe Wundmanagement, die verbindliche Standards zur Behandlung chronischer und komplizierter Wunden für das Klinikum erarbeitet hat.
Derzeit arbeiten an beiden Standorten elf pflegerische Wundexperten. Sie unterstützen die Pflegekräfte der Stationen bei der Wundversorgung von Patienten mit chronischen Wunden durch eine kooperative, empfehlende und beratende Zusammenarbeit. Sie stehen beratend bei der Auswahl der Wundversorgungsprodukte, bei der Wunddokumentation und Wundbeurteilung zur Seite.

Alle Stadien der Wundversorgung und des Heilungsprozesses werden mit Hilfe einer Digitalkamera bildlich erfasst und schriftlich dokumentiert. Alle gesammelten Informationen stehen den nachbehandelnden Ärzten und ambulanten Pflegedienstleistern in Form eines standardisierten Überleitungsprotokolls zur Verfügung. Regelmäßige Fortbildungen der pflegerischen Mitarbeiter zum Thema Wundmanagement führten zu neuen Methoden in der medizinischen Versorgung.

Zu den Aufgaben des modernen Wundmanagements gehört auch die Beratung und Schulung von Pflegepersonal, Patienten und Angehörigen. Durch diese Spezialisierung stellen wir eine qualitativ hochwertige Versorgung sicher.

Im MVZ Poliklinik West existiert für den weiterführenden ambulanten Bereich eine Wundsprechstunde.

Leiterin Nadine Förtsch
  E-Mail: nadine.foertsch@hbk-zwickau.de

Schmerzberatung

Die Behandlung von Patienten mit akuten und chronischen Schmerzen liegt im Heinrich-Braun-Klinikum in den Händen von speziell ausgebildeten Schmerztherapeuten des Zentrums für Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie. Unterstützt werden sie dabei von Psychologinnen und ärztlichen Kollegen anderer Kliniken sowie von zwei Krankenschwestern mit einer Weiterbildung „ Fachassistenz in der Schmerzbehandlung“. Diese Mitarbeiterinnen koordinieren Termine, begleiten die Therapie der Patienten täglich und informieren die behandelnden Ärzte über den Erfolg der laufenden Behandlung.

Ein wesentlicher Baustein der Schmerzbehandlung ist die kontinuierliche Fortsetzung der in der Klinik begonnenen Therapie. Unsere „Schmerzschwestern“ bereiten die wohnortnahe Weiterbehandlung durch ambulante Schmerztherapeuten vor, sprechen Entlassungstermine ab und ermitteln einen eventuellen Hilfsmittelbedarf. Damit wird ein reibungsloses Entlassungsmanagement organisiert und der Erfolg der Behandlung langfristig gesichert.

Krankenschwester         Monique Heidrich
Algesiologische Fachassistentin   E- Mail: monique.heidrich@hbk-zwickau.de

         
 

Stillberatung

Stillen ist nicht nur die natürliche Ernährungsform des Säuglings, sondern dient auch in hohem Maße der Gesundheitsförderung von Mutter und Baby.
Viele Frauen äußern heute den Wunsch nach einer dauerhaften und zufriedenstellenden Stillbeziehung und die Anleitung und Begleitung durch erfahrene Hebammen und Kinderkrankenschwestern.

Im Heinrich-Braun-Klinikum wurde 2008 eine Kinderkrankenschwester zur Stillberaterin ausgebildet (IBCLC©) unter deren Leitung eine umfangreiche Stillberatung und Anleitung erfolgt. Schon während der Schwangerschaft können Sie in unserer Außenstelle am Dr.-Friedrichs-Ring 8 an vorbereitenden Stillseminaren teilnehmen, die alle acht Wochen stattfinden.

Nach der Entbindung ist es möglich, Informationen und Erfahrungen zum Thema Stillen im Zuge des alle zwei Wochen durchgeführten Still-Café's auszutauschen.

Kinderkrankenschwester Cordula Olbricht
Stillberaterin IBCLC Telefon 0375 51-2124

Kontinenzberatung

In Deutschland leiden nach Angaben der „Deutschen Kontinenz Gesellschaft“ rund sechs Millionen Menschen unter Inkontinenz.

Noch immer gilt Inkontinenz als Tabuthema, über das nicht gern gesprochen wird. Viele Patientinnen und Patienten vertrauen sich deshalb weder ihrem Arzt noch engsten Freunden oder Familienmitgliedern an. Die Folge ist nicht selten der Rückzug aus dem sozialen Leben.

Unser Ziel ist es, durch geeignete Maßnahmen der Kontinenzförderung den Grad der Inkontinenz zu reduzieren und somit die Lebensqualität der betroffenen Patientinnen und Patienten zu erhöhen.

Das Beratungsangebot beinhaltet folgende theoretische wie praktische Anleitung:
  • Erstellen von Miktionsprotokollen
  • Blasen- und Toilettentraining
  • Ernährungsberatung
  • Schulung zur Nutzung von Hilfsmitteln wie Blasenverweilkatheter, Umgang mit aufsaugenden Einlagen
  • Beratung von Angehörigen
  • Standardisiertes Entlassungsmanagement mit Vorbereitung einer weiterführenden häuslichen Versorgung
Krankenpfleger   Hendrik Gerber
Station 04-3B    Telefon: 0375 51-4770