Innere Medizin II ist erneut zertifizierte Nephrologische Schwerpunktklinik sowie Hypertoniezentrum

08.05.2017

Die Klinik für Innere Medizin II des Heinrich-Braun-Klinikums am Standort Zwickau mit ihrer Spezialisierung auf Nieren-, Bluthochdruck-, Stoffwechsel- und Hormonerkrankungen ist als Nephrologische Schwerpunktklinik rezertifiziert worden. Damit wird erneut die hohe Behandlungsqualität von nierenerkrankten Patienten bescheinigt. Zudem erhielt die Klinik erstmals das Qualitätssiegel als Hypertoniezentrum und ist damit die zweite Klinik in Sachsen, die diese Bezeichnung führen darf.

Zertifikat: Nephrologische Schwerpunktklinik
Zertifikat: Zentrum für Hypertonie (DGFN)
„Nierenerkrankungen und Bluthochdruck bedingen sich gegenseitig“, weiß Privatdozent Dr. med. habil. Jens Gerth, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II am HBK. „Zum einen können Nierenschäden Auslöser für Bluthochdruck sein, zum anderen stellt ein dauerhaft zu hoher Blutdruck einen Risikofaktor für die Nieren dar. Deshalb ist es wichtig, beide Krankheitsbilder genau im Blick zu haben, um Folgeschäden zu verhindern.“ In Deutschland gibt es nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) derzeit etwa 80.000 Dialysepatienten und circa 20.000 Menschen mit einer funktionierenden Transplantatniere. Über zwei Millionen Menschen weisen eine Nierenkrankheit mit einer bereits deutlich eingeschränkten Nierenfunktion auf. Ein Nierenversagen kann grundsätzlich jeden treffen. Betroffene können sich jedoch sicher sein, dass sie im Heinrich-Braun-Klinikum optimal versorgt werden. Dies bestätigte kürzlich die DGfN und verlieh der Klinik erneut das Gütesiegel als Nephrologische Schwerpunktklinik und erkannte sie zugleich als Zentrum für die Behandlung der arteriellen Hypertonie an.

„Die beiden Zertifizierungen sind nicht nur Anerkennung für die ausgezeichnete Arbeit des Klinikteams“, so der Chefarzt. „Auch unsere Patienten profitieren von einer noch gezielteren und besseren Behandlung aufgrund leitliniengerechter Standards.“ In der Klinik werden im Jahr rund 1.200 nephrologische und circa 900 Patienten mit Bluthochdruck stationär behandelt. Mit einem 24-Stunden-Rufbereitschaftdienst für Notfälle garantiert die Klinik eine optimale Rundumbetreuung und sorgt innerhalb kürzester Zeit für die Einleitung und Durchführung erforderlicher diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen. Zudem können sich Patienten mit besonderen Fragestellungen in der auf dem Klinikgelände gelegenen Praxis für Nephrologie ambulant vorstellen.

Die Zertifizierung für Nephrologische Schwerpunktkliniken wurde Anfang 2012 von der DGfN entwickelt, mit dem Ziel, die Versorgung von Patienten mit Nierenerkrankungen stetig zu verbessern. Ergänzt wurde diese Qualitätsüberprüfung zwei Jahre später um die Zusatzzertifizierung zum Zentrum für Hypertonie. Für die erfolgreiche Anerkennung beider Auszeichnungen müssen Kliniken eine Reihe an fachlichen Anforderungen erfüllen. „Besonderen Wert legten die Prüfer im gekoppelten Zertifizierungsverfahren auf die Qualifikationen des Personals sowie eine allumfassende Behandlung innerhalb der Fachbereiche. Es ist wichtig, dass die Therapie in allen Phasen der Erkrankung, sprich die Betreuung der Patienten vor, während und nach Dialyse oder Transplantation sowie bei schweren Bluthochdruckformen im Leistungsspektrum integriert sind“, erklärt Chefarzt Privatdozent Dr. med. habil. Jens Gerth. Ebenfalls vergewisserte sich die Prüfungskommission, dass alle apparativen Verfahren der modernen Nephrologie wie Duplexsonografie, Nierenbiopsie, Plasmapherese und Immunadsorption sowie innovative Verfahren zur Bluthochdruckbehandlung wie renale Denervation oder Barorezeptorstimulation bei medikamentös nicht einstellbarem Bluthochdruck vorgehalten werden. Ein weiterer wichtiger Faktor für die Auszeichnung ist die gute Kommunikation und Kooperation sowohl innerhalb des Klinikums als auch mit den niedergelassenen Kollegen, was die Klinik solide nachweisen und bestätigen konnte.


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