Diagnose „Krebs des Rippenfells“

Das Rippenfell kleidet den Brustkorb von innen aus. Auch von diesen Strukturen aus Bindegewebe können Tumore ausgehen. Die sogenannten Mesotheliome breiten sich entlang des Rippenfells aus und können von dort auf andere Gewebe wie das Zwerchfell oder die Lunge übergreifen. Streuherde (Metastasen) sind dagegen selten. Meistens entstehen sie Jahre (oft Jahrzehnte) nach Einatmen von Asbestfasern. Zu den Symptomen gehören Schmerzen entlang der Rippen – oft beim Einatmen verstärkt – Atemnot oder auch Pleuraergüsse (Wasseransammlungen im Rippenfellraum), welche große Ausmaße annehmen können.

Wie der Lungenkrebs wird auch der Rippenfellkrebs nach T (Tumorausdehnung), N (Lymphknotenbefall) und M (Metastasen) klassifiziert und in 4 Tumorstadien eingeteilt. Dabei kommen die gleichen diagnostischen Verfahren zu Anwendung wie beim Lungenkrebs. Der Gewebetyp wird gesichert, indem man das Rippenfell punktiert. Zum Teil ist dazu eine Spiegelung der Rippenfellhöhle (Thorakoskopie) notwendig. Tumore in einem sehr frühen Stadium können prinzipiell operiert werden, wobei eine solche Operation sehr große Ausmaße annehmen kann und daher risikoreich ist. Wegen der flächigen Ausdehnung der Tumore ist eine Bestrahlung aufgrund des großen Bestrahlungsfeldes oft nicht möglich. Meist bleiben neben einer Chemotherapie zur Eindämmung der Tumore nur unterstützende Maßnahmen wie Schmerztherapie oder Verklebung des Rippenfells (Pleurodese) zur Verhinderung der wiederkehrenden Pleuraergussbildung.

Auf dem Rippenfell können sich aber auch Tochtergeschwüre anderer Tumoren, z.B. eines Brustkrebses mit ähnlichen Folgen, aber  anderen Therapieoptionen, absiedeln. Wichtig ist also die exakte Klärung des Tumortyps.