1. Ursache eines akutes Herzinsfarktes sind verschlossene Herzkranzgefäße. Das Video zeigt die Darstellung einer verschlossenen rechten Herzkranzarterie mit Kontrastmittel bei einem akuten Herzinfarkt der Hinterwand. Die Behandlung erfolgt in örtlicher Betäubung von der Leisten- oder Handgelenksarterie aus.

2. Im Herzkatheterlabor erfolgt dann die Eröffnung des Verschlusses mit einem dünnen Draht und die Aufweitung der engen Stelle bzw. des Verschlusses der Herzkranzarterie mittels Ballonangioplastie (hier gezeigter aufgeblasener Ballon im Herzkranzgefäß). Durch den wiederhergestellten Blutfluss ist der Patient rasch wieder beschwerdefrei.

3. Die Darstellung zeigt das wiedereröffnete Gefäß nach Ballonerweiterung vor der Stentimplantation. 

4. Der Stent (dünnes Drahtgeflecht, das auf einem Ballon vormontiert ist) wird im Herzkranzgefäß entfaltet.

5. Endergebnis: das Gefäß ist wieder offen und zeigt einen guten Blutfluss. Der Patient ist beschwerdefrei und kann bei normalem Verlauf das Krankenhaus nach etwa fünf Tagen wieder verlassen.

1. Das Herzohr ist eine Struktur (Anhängsel) des linken Vorhofes. In diesem Anhängsel können sich Gerinnsel bilden, die in den Körper ausgeschwemmt werden können und beispielsweise Schlaganfälle auslösen. Die Animation zeigt die angiographische Darstellung mit Kontrastmittel.

2. Diese Anhängsel (auch als Herzohr bezeichnet) können mit einer Art Stöpsel über einen Zugang von der Leistenvene verschlossen werden. Die Animation zeigt den noch zusammengefalteten Stöpsel (Okkluder) im Katheter. 

3. Hier sieht man, wie der erste Teil des Stöpsels zur Verankerung im Herzohr entfaltet ist.

4. Die Animation zeigt den jetzt komplett entfalteten Stöpsel (ein Teil zur Verankerung im Herzohr, der zweite Teil als "Deckel" auf dem Eingang des Herzohres).

5. Die Kontrastmitteldarstellung über den Katheter  zeigt, dass das Vorhofohr verschlossen und der Stöpsel gut verankert ist.

6. Der Stöpsel (Okkluder) wird vom Katheter freigesetzt und verschließt jetzt das Vorhofohr dauerhaft. Die notwendige Blutverdünnung kann jetzt reduziert werden.

Flüssigkeitsansammlungen im Herzbeutel können das Herz in seiner Füllung behindern und so z. B. Atemnot oder einen Blutdruckabfall verursachen. Häufig sind mehrfache Punktionen notwendig, da sich die Flüssigkeit nach Entfernung neu ansammelt. Der Herzbeutel kann operativ durch den Herzchirurgen gefenstert werden. Alternativ ist es mögich, eine Fensterung mit einem Ballon zu machen. Die Animation zeigt die sogenannte nichtinvasive Perikardfensterung mit einem 22 mm Ballon. Hier in der Ansicht von der Seite.

Die Animation zeigt den Ballon im Herzbeutel bei der Fensterung. Ansicht von vorn.

29-jährige Patientin, Zustand nach zwei kleinen Schlaganfällen mit vorübergehender Sprachstörung, Migräne mit Aura.

Bei jüngeren Patienten mit Schlaganfall lässt sich häufig nur ein offenes Foramen ovale als morphologische Grundlage für eine sogenannte „paradoxe Embolie“ als Schlaganfallursache finden. Der Neurologe hat andere Ursachen (Veränderungen der hirnversorgenden Arterien u. a.) dann vorher ausgeschlossen. Das offene Foramen ovale lässt sich in der Ultraschalluntersuchung des Herzens von der Speiseröhre aus diagnostizieren. Es handelt sich dabei um eine türartige Verbindung zwischen linkem und rechtem Vorhof aus der Entwicklung im Mutterleib, die sich bei etwa 20% aller Menschen nicht verschließt. Über diese Verbindung können Gerinnsel vom rechten in den linken Vorhof gelangen und Schlaganfälle oder Embolien in andere Organe verursachen. 60-80% aller Migränepatienten mit Aura haben ein PFO. Das PFO kann mit einer einfachen Kathetertechnik im Katheterlabor verschlossen werden. Danach sind paradoxe Embolien nicht mehr möglich. Die Migräne mit Aura bessert sich bzw. verschwindet komplett bei jedem zweiten Patienten.

Der Eingriff erfolgt in örtlicher Betäubung beim wachen Patienten im Herzkatheterlabor. Mit einem von der rechten Leistenvene vorgeschobenen Draht oder dünnen Schlauch (Katheter) gelangt man meist mühelos über das offene Foramen ovale (PFO) in den linken Vorhof. Das Video zeigt den Moment der Drahtpassage über PFO vom rechten in den linken Vorhof.

Die richtige Lage des Katheters im linken Vorhof bzw. in der linken oberen Pulmonalvene wird durch Injektion von Kontrastmittel über einen dünnen Schlauch (Katheter) sichergestellt.

Der nächste Schritt besteht aus dem Vorbringen eines steiferen Drahtes in die linke obere Pulmonalvene. Dieser Schritt ist im Video gezeigt.

Eine Schleuse (Plastikschlauch, 3 mm Durchmesser) wird dann über das PFO in den linken Vorhof vorgebracht.

Die Schleuse wird an die Mündung der linken oberen Pulmonalvene gelegt. Der inliegende Teil der Schleuse wird zurückgezogen.

Das Schirmchen (25 mm Amplatzer PFO Occluder) wird in die Schleuse zum Herzen vorgebracht. Ein kurzes Zurückziehen stellt sicher, dass das Schirmchen noch am Draht verankert ist.

Das Video zeigt, wie der Teil des Schirmchens, der auf der linken Vorhofseite zu liegen kommt, entfaltet wird. Das Schirmchen besteht aus einem Geflecht aus speziellem Drahtmaterial. Es nimmt bei Austritt aus der Schleuse wieder seine ursprüngliche Form an.

Der linksseitige Teil wird an die Vorkammerscheidewand herangezogen und deckt das PFO vom linken Vorhof her ab. Man erkennt gut den federnden Widerstand und die Bewegung des Herzens. 

Unter Zug auf die Schleuse wird der rechtsseitige Teil des Schirmchens enfaltet, dadurch wird das PFO auch von der rechten Vorhofseite wie bei einem „Sandwich“ verschlossen. 

Durch kräftiges Wackeln wird überprüft, ob das Schirmchen fest sitzt. Es darf nicht in den linken oder rechten Vorhof abrutschen.

Über die Schleuse wird Kontrastmittel gespritzt. Dadurch kann man gut das „Sandwich“ bestehend aus rechtsseitigem Schirmchenanteil, Strukturen der Vorkammerscheidewand inkl. verschlossenem PFO und linkseitigem Schirmchenanteil erkennen.

Das Schirmchen ist in der richtigen Stelle und wird jetzt freigesetzt. Dazu wir der Draht an dem es hängt abgedreht (Schraubengewinde). Das Schirmchen hat jetzt seine endgültige Position. Es verschließt das PFO. Der Eingriff ist nach ca. 15 Minuten Dauer beendet. Im Bereich der rechten Leistenvene wird ein Druckverband angelegt. Die Patientin kann nach drei Stunden wieder aufstehen. Für die Dauer von drei Monaten ist jetzt eine Blutverdünnung mit zwei Medikamenten notwendig, danach ist das Schirmchen komplett eingewachsen. Nach sechs Monaten wird im Ultraschall von der Speiseröhre durch den Kardiologen überprüft, ob das PFO komplett verschlossen ist. Selten ist ein zweiter Eingriff notwendig.

Koronararterien, die mehr als drei Monate verschlossen sind, bezeichnet man als „chronisch verschlossen“. Charakteristisch ist zudem, dass diese Gefäße kein Infarktgewebe versorgen. Die betroffenen Patienten klagen häufig über wiederkehrende, von körperlicher Belastung hervorgerufene Brustenge (Angina pectoris) oder Atemnot. Da die Wiedereröffnung dieser verschlossenen Gefäße im Herzkatheterlabor technisch anspruchsvoll und materialaufwendig ist, werden diese Patienten oft nur medikamentöse behandelt. Neben der Notwendigkeit der Verfügbarkeit eines ausreichend erfahrenen Arztes gibt es apparativ-technische und materialtechnische Voraussetzungen. Sehr hilfreich ist die Verfügbarkeit einer biplanen Angiographieanlage im Herzkatheterlabor.

Bei dem hier gezeigten Beispiel wurde im Vorfeld zweimal versucht, die Koronararterie auf konventionelle (antegrades Vorgehen) Weise wiederzueröffnen. Es handelt sich um einen dreiundfünzigjährigen Patienten, der über belastungsabhängige Angina pectoris klagt.
Das Video zeigt die Kontrastmittelgabe in die linke Koronararterie. Am unteren Bildrand stellt sich die verschlossene rechte Herzkranzarterie über die erwähnten Umgehungskreisläufe dar. Auch im Anfangsteil der rechten Herzkranzarterie befindet sich ein Katheter (auch obere linke Ecke). Man braucht für diese Technik also Zugänge von beiden Leistenschlagadern. Der Patient hat bereits einen Defibrillator nach einem großen Herzvorderwandinfarkt (Elektrode).

Über die dünnen Umgehungsgefäße vom linken zum rechten Herzkranzgefäß, die in der Kammerscheidewand verlaufen, wurde ein dünner Spezialkatheter ausgehend vom linken Herzkranzgefäß „von hinten“ an den Verschluss vorgebracht. Man sieht die Kontrastmittelgabe in die rechte Koronararterie.

Über den dünnen Katheter gelingt es, einen Draht näher von hinten an den Verschluss heranzubringen. Der Abstand vom Verschluss bis zum Draht beträgt etwa noch 15 mm. Man sieht auch hier die Kontrastmittelgabe in die rechte Koronararterie.

Inzwischen wurde ein Draht von antegrad („von vorn“) an den Verschluss gebracht. Es gelang jedoch nicht, damit den Gefäßinnenraum des Gefäßes hinter dem Verschluss zu erreichen. Deshalb erfolgte eine Ballonerweiterung über den antegraden Draht (sogenannte reverse CART Technik), um einen Raum für den retrograden Draht zu schaffen. Das Video zeigt, dass der retrograde Draht bereits den Katheter im Abgang der rechten Koronararterie erreicht hat. Der Spezialkatheter wird danach in den Katheter hinterhergeschoben und man kann einen sehr dünnen Spezialdraht von dem einen Leistenzugang durch das Herz zur anderen Leiste schieben und dort nach außen bringen (sogenannte Externalisation).

Die Gefäßerweiterung und Stentimplantation erfolgt dann sehr sicher über den nach außen gebrachten Draht. Das Video zeigt das Gefäß nach Ballonerweiterung, vor der Implantation von Stents. Der dünne Spezialkatheter ist etwas zurückgezogen worden.

In das Gefäß wurden Stents implantiert, um den Verschluss zu überbrücken. Das Video zeigt das offene Gefäß. Durch die Wiedereröffnung des Gefäßes bildeten sich Beschwerden des Patienten vollständig zurück.

81-jähriger Patient der über Angina pectoris (Brustenge) bei geringer körperlicher Belastung klagte. In der Herzkatheteruntersuchung fand man eine koronare Herzerkrankung mit Beteiligung aller drei Herzkranzgefäße. Der Hauptstamm der linken Herzkranzarterie war dabei distal höchstgradig eingeengt (vgl. Video). Die Herzkranzgefäße wiesen erhebliche Verkalkungen auf. Aufgrund seines Lebensalters und bestehender Begleiterkankungen war eine operative Therapie nicht möglich und vom Patienten nicht gewünscht.

Aus diesem Grunde wurde eine perkutane Revaskularisation mittels Herzkatheter geplant. Aufgrund des Risikos wurde der Eingriff aus Sicherheitsgründen mit einer Unterstützungspumpe der linken Herzkammer geplant. Video 1 zeigt die Ausgangssituation mit höchstgradiger Stenosierung des Hauptstammes der linken Koronararterie. Die Unterstützungspumpe saugt das Blut in der linken Herzkammer an und gibt es oberhalb der Aortenklappe in die Hauptschlagader ab. Die Fördermenge beträgt 2,5 l pro Minute. Die Pumpe wurde von der linken Leistenschlagader implantiert.

Nach Rotablation (Diamantbohrer, 170.000 Umdrehungen/min) und Stentimplantationen des Hauptstammes erfolgt die abschließende Ballondehnung mit zwei Ballons (sog. Kissing Dilatation) jeweils vom Hauptstamm in beide Hauptäste.
Das Video zeigt die beiden aufgeblasenen Ballons vom Hauptstamm in die Vorderwandarterie (RIVA) und die Seitenwandarterie (RCX). Die Pumpe (dicker, im Bild von 9 Uhr nach 5 Uhr verlaufender Katheter) unterstützt die linke Herzkammer auch dabei.

Sehr gutes Endergebnis nach Behandlung der Engstellen mit Rotablation, Stentimplantationen und Ballondehnung. Die für den Patient belastenden Beschwerden im Alltag waren nach dem Eingriff komplett verschwunden.
Das Video 3 zeigt die gut aufgeweiteten Engstellen am Hauptstamm und den hauptstammnahen Anteilen von RIVA (Vorderwandarterie) und RCX (Seitenwandarterie).