Luftaufnahme des historischen Heinrich-Braun-Klinikums

Auf dem Weg zum Bezirkskrankenhaus

In den Vorkriegsjahren waren, der allgemeinen Lage wegen, keine größeren Bauvorhaben vollendet worden. Im Vordergrund standen eher die Versorgungsprobleme. 1939 wurde die Versorgung der Patienten auch durch die Erwirtschaftung eigener landwirtschaftlicher Erträge unterstützt. So wurden 95 Hühner, 8 Bienenvölker, 88 Schweine und 2 Pferde gehalten. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges mussten drei Bettenhäuser mit insgesamt 368 Betten und mehrere Wirtschaftsgebäude an das "Reservelazarett I Zwickau" abgegeben werden.
Das Krankenhaus hat den Zweiten Weltkrieg ohne Schäden an der Gebäudesubstanz überstanden. Die Stadt Zwickau bekam 1945 zunächst für zehn Jahre die Verwaltungshoheit. Im Jahr 1950 existierten am Klinikum u.a. die medizinische Fachbereiche Chirurgie, Innere Medizin, Frauenheilkunde, Badehaus (Physiotherapie), Pathologie, Labor, Röntgenabteilung und Apotheke. Kontinuierlich bildeten sich selbstständige Fachdisziplinen heraus oder kamen hinzu, z.B. 1952 Kinderheilkunde, 1957 Neurologie und Psychiatrie sowie 1958 Urologie und Kieferchirurgie.
Im Jahr 1957 vereinigten sich das Paul-Flechsig-Krankenhaus und das Heinrich Braun Krankenhaus zum Bezirkskrankenhaus (BKH) „Heinrich Braun“.

Durch die Zusammenlegung von mehreren stationären Einrichtungen der Stadt Zwickau wurden auch die Fachrichtungen Orthopädie, Kieferorthopädie, Intensivmedizin und 1982 die Rehabilitationsklinik in das Bezirkskrankenhaus "Heinrich Braun" integriert.
Zwischen 1960 und 1963 verfügte das Krankenhaus zeitweise über 2.085 Betten. Zahlreiche Erweiterung folgten – u.a. der Neubau der Poliklinik West (heute MVZ), die Schaffung einer Anästhesieabteilung, Gründung des Rechenzentrums und die Einrichtung des Institutes für Laboratoriumsdiagnostik als selbständige medizinische Einheit.


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