Heinrich-Braun-Klinikum – Klinikum mit Tradition und Moderne

Das Krankenhaus im Westen Zwickaus gehört seit 1921 zum Stadtbild Marienthals. Seit 1934 trägt es den Namen seines Gründers: Heinrich Braun. Damit ist es für Generationen von Zwickauern seit über 95 Jahren die Institution, in der Notfallversorgung und medizinische Betreuung in Anspruch genommen werden. Mit umfangreichen Investitionen in Medizintechnik und Baumaßnahmen sowie die stetige Weiterentwicklung im medizinischen Sektor - halten wir Schritt mit den Anforderungen an ein modernes und dienstleistungsfähiges Klinikum.



Strukturwandel am Heinrich-Braun-Klinikum

Rechtsformwechsel und Zertifizierungen

Im Jahr 2007 vollzog das Heinrich-Braun-Klinikum einen Rechtsformwechsel und ist seither eine gemeinnützige GmbH. Im Jahr darauf wurde ein Qualitätsmanagement implementiert, welches die Zufriedenheit und Sicherheit der Patienten in den Mittelpunkt stellt und Zertifizierungsprozesse am Klinikum vorbereitet und begleitet.

2012 fusionierten das Heinrich-Braun-Klinikum Zwickau gemeinnützige GmbH (HBK) und das Kreiskrankenhaus Kirchberg GmbH (KKH) zum Heinrich-Braun-Klinikum gemeinnützige GmbH. Diese Entscheidung wurde von den Trägern der Kliniken, der Stadt Zwickau und dem Landkreis Zwickau, zum Wohle der Bevölkerung in der Region getroffen. Seither trägt das HBK an den Standorten Kirchberg und Zwickau zur bestmöglichen und modernen medizinischen Versorgung bei und sichert somit eine zuverlässige und wohnortnahe Krankenhausversorgung für die Bevölkerung der Region.

Bereits seit 1992 trägt das HBK den Titel Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Leipzig. 2014 wurde das Heinrich-Braun-Klinikum ebenfalls zum Akademischen Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Jena ernannt. Neben Leipzig können nun auch Jenaer Medizinstudenten ihre praktische Ausbildung nach der Approbationsordnung für Ärzte am HBK erhalten.
Standort Kirchberg
Heinrich-Braun-Klinikum gemeinnützige GmbH
Standort Zwickau


Ausgründungen am Heinrich-Braun-Klinikum

Im Jahr 2007 erfolgte die Eröffnung des ersten Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ), ähnlich dem System der früheren Polikliniken. Aufgrund des Rechtsformwandels des HBK im gleichen Jahr, wurde es notwendig, das MVZ im Jahr 2008 in eine eigene Trägerschaft, die HBK-Poliklinik gemeinnützige GmbH, zu überführen.
Eine Erweiterung erfolgte 2012, als die Kleinertz-Health-Rent GmbH als Trägergesellschaft des MVZ Polimed mit fünf Arztpraxen übernommen und zur HBK-Polimed gemeinnützige GmbH umfirmiert wurde. Bis zum Jahr 2014 wurden neben der HBK-Polimed gemeinnützige GmbH insgesamt fünf Medizinische Versorgungszentren mit über 25 Arztpraxen unter der Trägerschaft der HBK-Poliklinik gemeinnützige GmbH gegründet. Damit leisten die MVZ einen wichtigen Beitrag für die wohnortnahe, ambulante medizinische Versorgung der Bevölkerung.
Im Zuge der Stärkung der Wirtschaftlichkeit und Fokussierung auf die Kernaufgaben des Klinikums, folgte 2010 die Gründung der HBK-Service GmbH. Die beiden Kernbereiche Klinikservice sowie Hauswirtschaft und Logistik stellen folglich einen elementaren Netzwerkbaustein für eine optimale Versorgung der Patienten und die strategische Ausrichtung am Heinrich-Braun-Klinikum gemeinnützige GmbH dar.



Medizinische Entwicklungen

Gründungen Medizinischer Facheinrichtungen

Innere Medizin IV – Klinik für Akutgeriatrie
Auf dem medizinischen Sektor erfolgten in den vergangenen Jahren weitere Klinikneugründungen. Im Zuge des demografischen Wandels reagierte das HBK am Standort Zwickau und etablierte im Jahr 2010 die Klinik für Innere Medizin/Geriatrie. Um ein Bindeglied zwischen stationärer und ambulanter Versorgung zu schaffen und einen stationären Aufenthalt zu verkürzen oder gar zu vermeiden, wurde drei Jahre später die geriatrische Tagesklinik eröffnet.
Kinderzentrum
2011 strukturierte sich das Kinderzentrum neu und bot fortan mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters eine umfassende Versorgung für Kinder und Jugendliche und deren Eltern. Das Kinderzentrum wurde bereits mehrmals mit dem Gütesiegel „Ausgezeichnet für Kinder“ zertifiziert.
Klinik für Wirbelsäulenchirurgie und Neurotraumatologie
Um eine regionale Versorgungslücke zu schließen, gründete sich 2011 die Klinik für Wirbelsäulenchirurgie und Neurotraumatologie. Seither kann eine umfassende Versorgung von Verletzungen des Schädels, des Gehirns und der Wirbelsäule sichergestellt werden. Neben der ambulanten und stationären Behandlung steht die Klinik in enger Zusammenarbeit mit dem regionalen Traumazentrum und stellt bei Schwerstverletzten eine schnelle neurochirurgische Behandlung sicher.
Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie – Plastische und Ästhetische Operationen –
Bereits 1958 verfügte das HBK über eine Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. 2001 wurde die Klinik in eine Belegabteilung umgewandelt, musste jedoch mit dem Ausfall des Belegarztes in 2011 vorerst geschlossen werden. Doch bereits 2012 konnte die Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie mit der Erweiterung auf – Plastische und Ästhetische Operationen – revitalisiert werden und bietet nun ein umfangreiches Spektrum für die Patienten.

Die einzelnen chirurgischen Kliniken bilden am HBK Standort Zwickau das Zentrum für Chirurgie. Neben der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie bildete sich 2013 aufgrund der wachsenden Anforderungen an eine modern ausgerichtete Gefäßmedizin die eigenständige Klinik für Gefäßchirurgie. Im Folgejahr wurde das Zentrum für Chirurgie am Standort Zwickau durch die neu etablierte Klinik für Thoraxchirurgie gestärkt.
Tupfer
Klinik für Gefäßchirurgie
Klinik für Thoraxchirurgie
Klinik für Innere Medizin V

Bis 2014 wurde die Pneumologie am Standort Zwickau als Teilbereich der Klinik für Innere Medizin I angeboten. Um nahezu ein komplettes Spektrum an Diagnostik und Therapie für fast alle Erkrankungen der Lunge, der Atemwege und des Rippenfells abzudecken, gründete sich die Klinik für Innere Medizin V – Pneumologie, pneumologische Onkologie, Beatmungs- und Schlafmedizin. In Zusammenarbeit mit der Klinik für Thoraxchirurgie bieten die zwei Kliniken den Patienten ein umfassendes Spektrum im Bezug auf die Lungenheilkunde.



Klinik für Handchirurgie und Rekonstruktive Mikrochirurgie
Mit der Aufwertung der bisherigen Abteilung zur eigenständigen Klinik für Handchirurgie und Rekonstruktive Mikrochirurgie kann das HBK am Standort Zwickau dem medizinischen Fortschritt gerecht werden und einer zunehmenden Spezialisierung in diesem Bereich Rechnung tragen. Durch die Gründung 2014 wird eine optimale medizinische Versorgung von Patienten mit Verletzungen oder Erkrankungen der Extremitäten, besonders im Handbereich, aber auch der Arme, Beine und Füße garantiert. So wurde auch das Spektrum der Unfallversorgung komplettiert und gleichzeitig eine große Lücke in der Versorgungsstruktur der Region geschlossen. 


Interdisziplinäre Behandlungszentren

In den Spezialzentren des HBK werden gezielt interdisziplinär medizinische Kompetenzen von Experten verschiedener Fachgebiete und Einrichtungen gebündelt. Daraus resultiert eine enge Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche und Einrichtungen bei einem Krankheitsbild. Diese Vernetzung kommt den Patienten zu Gute, da kürzere Behandlungsmethoden und stationäre Aufenthalte notwendig sind.
Hubschrauber "Christoph 46"
Seit 2009 ist das HBK am Standort Zwickau als regionales Traumazentrum zertifiziert. Im August 2015 wurde dem Klinikum die höchste Versorgungsstufe als überregionales Traumazentrum bescheinigt.
Das von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) initiierte Projekt TraumaNetzwerk DGU dient der Optimierung der Prozess- und Strukturqualität bei der Versorgung von Schwerverletzten durch eine zertifizierte Vernetzung geprüfter Krankenhäuser einer Region.
Damit erfüllt der Standort alle Anforderungen der DGU und ist verpflichtet, rund um die Uhr zwei mehrfach Schwerverletzte, egal mit welchem Verletzungsmuster, aufzunehmen. Mit der Zulassung zum Schwerstartenverletzungsverfahren ist das HBK ebenso in der Lage, Patienten mit schwersten Verletzungen nach Arbeits- und Wegeunfällen zu behandeln.

zertifizierte Stroke Unit
2012 wurde die speziell für Schlaganfallpatienten etablierte Station durch die Deutsche Schlaganfall Gesellschaft und die Stiftung Deutscher Schlaganfall-Hilfe zertifiziert. Die überregional zertifizierte Stroke Unit stellt einen bedeutenden Teil in einer Akutsituation eines Schlaganfallpatienten dar. Im Falle eines Schlaganfalls bietet diese eine möglichst rasche und umfassende Klärung der Schlaganfall-Ursache, entweder auf Grund einer Hirnblutung oder bei Verschlüssen der Hirngefäße mit nachfolgender Durchblutungsstörung – sog. ischämischer Schlaganfall und die darauf basierend gezielte Behandlung.

Zentrum für Alterstraumatologie und Rehabilitation
Um den speziellen Bedürfnissen der älteren Generation nach Unfällen und bei der Rehabilitation gerecht zu werden, wurde 2012 das Zentrum für Alterstraumatologie und Rehabilitation geschaffen. Durch eine ganzheitlich ausgerichtete Behandlung sollen die Patienten eine größtmögliche Eigenständigkeit wieder erlangen und/oder bewahren.




Klinik für Gefäßchirurgie
Jährlich behandelt die Klinik für Gefäßchirurgie über 5.000 Patienten. Um den zahlreichen Patienten mit Gefäßerkrankungen gerecht zu werden und eine optimale Versorgung zu sichern, bildete sich das Gefäßzentrum heraus. Dabei arbeiten verschiedene Fachbereiche zusammen und erstellen in sogenannten Gefäßkonferenzen einen individuellen Behandlungsplan für den betroffenen Patienten.


Nephrologische Schwerpunktklinik
Um eine bestmögliche Versorgung von nierenerkrankten Personen zu garantieren, durchlief die Klinik Innere Medizin II im Jahr 2013 das Zertifizierungsverfahren der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie. Nach einer umfassenden Prüfung darf sich die Klinik seither Nephrologische Schwerpunktklinik nennen.



In den am HBK Standort Zwickau bestehenden Zentren für Krebserkrankungen, werden Patienten mit einer Diagnose interdisziplinär betreut. Hierbei fließen die Kompetenzen von Experten verschiedener Fachgebiete und Einrichtungen zusammen und bieten dem Patienten einen individuellen Behandlungspfad.
Brustzentrum
Prostatakarzinomzentrum
Mikroskop
Blick über den Kunstgarten
auf Haus 4
Am 7. November 2003 konnte das Operative Zentrum Haus 4 nach zwei Jahren Bauzeit eröffnet werden. Mit dem Neubau wurden die klassischen schneidenden Fächer, beispielsweise die Kliniken für Chirurgie, Orthopädie und Urologie gemeinsam mit dem neu geschaffenen  Zentral-OP gebündelt, um eine sinnvolle Einheit zu bilden. Zudem beherbergt das Gebäude seither die Rettungs- und Intensivmedizin sowie die diagnostischen Institute.
Mit der Neugründung der Kliniken für Wirbelsäulenchirurgie und Neurotraumatologie (2011), Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie – Plastische und Ästhetische Operationen (2012) und die Klinik für Handchirurgie und Rekonstruktive Mikrochirurgie (2014) hielten diese ebenfalls Einzug in das Operative Zentrum und bereichern die medizinischen Leistungsbereiche.

KITA "Buratino"
2007 entstand der Neubau für die betriebseigene Kindertagesstätte „Buratino“. Rund 60 Knirpse haben seither in der Kita viel Platz zum Toben, während ihre Eltern im Klinikum ihrem Dienst nachgehen.




Haus 7 nach Sanierung und dem Erweiterungsanbau
Im Jahr 2008 erfolgte die Sanierung und der Erweiterungsbau des heutigen Haus 7. Nach der Fertigstellung im Jahr 2009 zog die Klinik für Innere Medizin III mit den Schwerpunktbereichen Hämatologie, Onkologie und die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie ein.




Neubau der Palliativstation Haus 7
Zum 90-jährigen Jubiläum wurde 2011 an der Nordseite des Hauses 7 der Neubau der Palliativstation eröffnet. Für die Klinik Innere Medizin III kam der Fachbereich Palliativmedizin hinzu. Seither bietet die Station mit zehn Einzelzimmern unheilbar kranken Menschen und deren Angehörigen eine würdevolle Begleitung an.



Ärztehaus II
2012 entstand auf dem Marienthaler Gelände ein zweites Ärztehaus. In enger Abstimmung mit dem Klinikum können Patienten hier vor und nach einem stationären Aufenthalt bestmöglich betreut werden. Das Ärztehaus II polarisiert mit seiner modernen Architektur. Vor allem erweitert es aber die Angebotspalette an ambulanten Arztpraxen.



Haus 5 - ein historischer Altbau 
Analog zu Haus 7 ist das Haus 5 ein historischer Altbau aus der Entstehungszeit des Klinikgeländes in Marienthal aus den Jahren 1920/21. Seit 2003 stand das Haus leer und wurde in gut zweijähriger Bauzeit einer kompletten Entkernung und anschließender Sanierung unterzogen. Im Oktober 2012 konnte die Klinik für Innere Medizin II in die neu konzipierten Räumlichkeiten einziehen.


Ersatzneubau - Haus 3
Der Ersatzneubau Haus 3 konnte im November 2012 von den Kliniken für Innere Medizin I sowie Hautkrankheiten und Allergologie bezogen werden. Auf drei Stationen können insgesamt 125 Patienten betreut werden. Mit dem Neubau wurden eine internistische Intensivstation sowie eine Intermediate-Care-Station mit jeweils zehn Betten in Betrieb genommen. Zudem wurde eine biplane Herzkatheteranlage mit einer innovativen Technik der Strahlenreduktion für die jährlich über 4.000 Patienten der Herzklinik angeschafft.

Modulgebäude - Haus 17
Für die Kliniken für Innere Medizin V (Pneumologie, pneumologische Onkologie, Beatmungs- und Schlafmedizin) und Thoraxchirurgie entstand seit Oktober 2013 am nördlichen Rand des HBK-Geländes ein neues Modulgebäude – Haus 17, welches im Januar 2014 bezugsfertig war. Auf rund 1.365 qm und einer Bettenstation mit 14 Patientenzimmern können bis zu 33 Patienten betreut werden.


Zentral inmitten des Klinikgeländes:

das neue Haus 6

Bis Spätsommer 2017 ist die Erweiterung des Haus 4 und der damit verbundene Neubau von Haus 6 geplant. Zukünftig werden hier die Fachbereiche Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit Neonatologie und Kinderintensivbereich des Kinderzentrums, die Kliniken für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Gefäßchirurgie und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie sowie Bereiche der Zentralen Notaufnahme und des Institutes für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie beheimatet sein. Zudem werden die zentralen Einrichtungen wie Patientenaufnahme, 24h-Servicepunkt, Cafeteria und die neue moderne Küche gebündelt.