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Was ist Adipositas?

Unter Adipositas versteht man eine chronische, oftmals genetisch bedingte Erkrankung, welche die Gesundheit durch erhöhten Körperfettgehalt nachweislich schädigt. Hierbei handelt es sich nicht nur um Übergewicht, sondern um krankhafte Fettleibigkeit. Anhand des Body-Mass-Index (BMI), der das Verhältnis zwischen dem Körpergewicht und der Körpergröße aufzeigt, grenzen Mediziner die Bedrohlichkeit des Übergewichtes ab. Beträgt der BMI (= kg/m²) mehr als 25, ist aber noch kleiner als 30, handelt es sich um Übergewicht – ab einen BMI von 30 spricht man von Adipositas.

Die Erkrankung wird dabei in drei Schweregrade eingeteilt:
  • Adipositas Grad I: BMI von 30 bis 34,9
  • Adipositas Grad II: BMI von 35 bis 39,9
  • Adipositas Grad III: BMI ab 40
Weitere Indikatoren sind das vorhandene Bauchfett sowie der Bauchumfang. Liegen hierbei stark erhöhte Werte vor, steigt auch das Risiko der Fettleibigkeit sowie weiterer Begleiterkrankungen bis hin zur Verringerung der Lebensqualität und -erwartung.

Wie hoch ist mein Risiko?

Die Erkrankung kann vielerlei Ursachen haben. So hat auch die Umwelt einen starken Einfluss auf Fettleibigkeit. Dabei spielt der persönliche Lebensstil, also die Ernährung und die Bewegung, eine große Rolle. Aber auch psychische Faktoren können Auslöser sein, um bestimmte Essgewohnheiten herbeizuführen. Gefühle wie Langeweile, Trauer oder Ärger werden häufig mit erhöhter Nahrungsaufnahme kompensiert.

Auch der familiäre Hintergrund kann ursächlich bei falschem Essverhalten sein. Die Tatsache, dass oftmals mehrere Familienmitglieder zu Fettleibigkeit neigen, weist auf eine genetische Ursache hin, ist allerdings nicht ausreichend erforscht. Es liegt wohl vielmehr an gleichen Lebensgewohnheiten wie fettreichem Essen und wenig Sport. Andererseits können auch einige körperliche Erkrankungen zu einer Gewichtszunahme bis hin zu Fettleibigkeit führen. Dazu zählen die Schilddrüsenunterfunktion, Depressionen sowie verschiedene genetische und neurologische Probleme. Auch Arzneien wie Kortison, Diabetes-Medikamente und einige Antidepressiva erhöhen das Risiko einer Adipositas.

Begleiterkrankungen

Steigt der BMI, erhöht sich nicht nur das Risiko, an Fettleibigkeit zu erkranken. Auch Begleiterscheinungen können vermehrt auftreten, die zu einer Verringerung der Lebensqualität bis hin zu einer verkürzten Lebenserwartung führen können. Dazu zählen unter anderem:
  • Bluthochdruck
  • Zuckerkrankheit
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Atemaussetzer in der Nacht
  • Erhöhtes Risiko für Herzversagen
  • Erhöhtes Risiko für Schlaganfall
  • Gallensteine
  • Gelenkerkrankungen
  • Sodbrennen
  • Unfruchtbarkeit bei Frauen
  • Brustwachstum bei Männern
  • Depressionen

Was kann ich  tun?

Ein gesunder und ausgewogener Lebensstil hilft dabei, das Risiko an Übergewicht oder Fettleibigkeit zu erkranken zu minimieren. Neigt man bereits zu Übergewicht, ist die Reduzierung und das Halten des Gewichts wichtig, um die Entwicklung aufzuhalten und Begleiterkrankungen sowie Spätfolgen vorzubeugen. Allein eine Diät zur Gewichtsabnahme reicht meist nicht aus. Es müssen verschiedene Maßnahmen gleichzeitig ergriffen werden, um abzunehmen und das Gewicht dauerhaft halten zu können, wie beispielsweise mehr körperliche Bewegung, eine bewusste Verhaltensänderung, ggf. auch mit Hilfe von Medikamenten oder sogar chirurgischen Eingriffen.

Adipositas-Chirurgie


Unser Leistungsspektrum

Krankhafte Fettleibigkeit bedarf die Aufsuchung eines Spezialisten sowie einer abgestimmten medizinischen Behandlung, denn die Erkrankung kann lebensgefährliche Begleiterscheinungen hervorrufen. Reichen konservative Maßnahmen nicht mehr aus, was häufig bei einem BMI über 35 der Fall ist,  kann eine Operation zur Unterstützung der Gewichtsabnahme sinnvoll sein. Innerhalb der Klinik für Viszeralchirurgie und Proktologie unterstützen wir unser Patienten sowohl vor als auch nach der Operation und bieten zur Herbeiführung einer Gewichtsreduzierung und gleichzeitigen Steigerung der Lebensqualität die folgenden Leistungen an:

 
  • laparoskopisches Magenband
Ein verstellbares Magenband wird um den oberen Teil des Magens gelegt, so dass Nahrung und Flüssigkeiten durch einen engen Durchgang von der kleineren oberen Magentasche in den Rest des Magens geleitet werden. Die kleine Magentasche braucht nur wenig Nahrung, bis sie gefüllt ist, wodurch dem Gehirn ein schnelleres Sättigungsgefühl signalisiert wird. Das Füllvolumen kann bei Bedarf variiert und enger bzw. weiter eingestellt werden.
 
  • Magenverkleinerung (Sleeve)
Hierbei wird der größte Teil des Magens entfernt, so dass nur wenig auf einmal gegessen werden kann. Das Hungergefühl wird geringer, und ein Sättigungsgefühl stellt sich schneller ein.
 
  • Bypassverfahren
Der Magen wird durch eine Naht in zwei Teile getrennt – eine kleine Magentasche und den größeren Restmagen. Die Nahrungsaufnahme in der kleinen Magentasche sorgt für ein geringeres Hungergefühl und dadurch zur schnelleren Sättigung. Zudem wird der Dünndarm so umgeleitet, dass Nahrung erst im mittleren Dünndarm vermengt werden und so ein Großteil der Nährstoffe und Kalorien direkt den Körper mit dem Stuhl wieder verlässt.

Hinweis:
Die Übernahme der Kosten eines chirurgischen Eingriffs ist immer eine Einzelfallentscheidung. Bitte erkundigen Sie sich im Voraus bei Ihrer Krankenkasse bezüglich der Möglichkeiten einer Kostenübernahme.

Kontakt

Ihr Ansprechpartner

MUDr. Roman Rusnák

Assistenzarzt

Telefon: 0375 51-4754
Mobiltelefon: 0375 51-55 4961
Telefax: 0375 51-1528
E-Mail: adipositas@hbk-zwickau.de
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